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Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen hat sich erholt


07.02.18 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Nach dem Rückgang infolge der jüngsten Aktienmarktkorrektur erholten sich die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen gestern wieder und liegen nun bei ca. 2,75%, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Sie würden damit aber weiter klar unten dem Niveau bleiben, welches sie nach Veröffentlichung der starken Arbeitsmarktzahlen letzten Freitag erreicht hätten. Die Marktteilnehmer dürften mit Interesse verfolgen, wie die vier heute sprechenden FOMC-Mitglieder die Aktienmarktkorrektur und die Ausrichtung der US-Geldpolitik einschätzen würden.

In der Eurozone habe die deutsche Industrieproduktion für Dezember nach dem starken Plus im November erwartungsgemäß einen leichten Rückgang ausgewiesen. Des Weiteren stünden hier heute keine relevanten Daten an.

Am Primärmarkt habe gestern Griechenland aufgrund des ungünstigen Marktumfelds die geplante Emission einer 7-jährigen Staatsanleihe verschoben. Es wäre die zweite größere Transkation nach der Platzierung von EUR 3 Mrd. einer 5-jährigen Anleihe im Juli 2017 gewesen. Griechenland teste mit diesen vereinzelten Emissionen seine Fähigkeit, sich nach Verlassen des ESM-Schutzschirms (eventuell bereits in diesem Sommer) wieder am Primärmarkt zu finanzieren.

Die Emission zweier österreichischer Staatsanleihen mit Laufzeit 2023 und 2028 sei hingegen gestern sehr erfolgreich verlaufen. Bei starker Nachfrage (bid/cover 2,3 bis 2,6) seien EUR 700 Mio. und EUR 500 Mio. zu einer Rendite von 0,189% und 0,861% platziert worden.

Heute plane Deutschland die Aufstockung um EUR 3 Mrd. einer Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2028. (07.02.2018/alc/a/a)