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Renditeanstieg bei deutschen und US-Staatsanleihen


15.02.21 09:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Deutsche und US-Staatsanleihen verbuchten am Freitag der letzten Woche einen Renditeanstieg, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Damit hätten in den USA 10-jährige Anleihen das erste Mal seit gut zwölf Monaten wieder über der Marke von 1,20% notiert. Der Renditeaufwärtsdrift der letzten Monate habe vor allem die Verzinsung längerfristiger Papiere nach oben gehievt. Eine steilere Renditekurve gehe mit der Hoffnung einer Konjunkturerholung und der Erwartung von langfristig etwas höherer Inflation einher.

Die Daten in den nächsten Tagen sollten gemischt ausfallen. In der ersten Wochenhälfte richte sich das Interesse auf reale Wirtschaftsindikatoren. Während in der Eurozone die Industrieproduktion im Dezember (Mo) wohl ein deutliches Minus verbucht habe, werde beim Pendant für die USA (Mi) sowie beim US-Einzelhandelsumsatz zu Beginn des Jahres mit einem Plus gerechnet. Ende der Woche würden Umfrageindikatoren in den Vordergrund rücken. Die vorläufigen Schätzungen der Einkaufsmanagerindices (Fr) würden unterstreichen, dass die USA auch in naher Zukunft wirtschaftlich deutlich besser durch die Krise kämen als die Eurozone. Deren Wirtschafts- und Finanzminister würden sich heute und morgen in einem Eurogruppen-Meeting beraten. Thema solle unter anderem der mittelfristige Ausblick der Staatsfinanzen sein. Am virtuellen G7-Treffen am kommendenFreitag sollten die Themen Handelsbeziehungen, Klimawandel und vor allem der Kampf gegen die Corona-Pandemie besprochen werden. Es dürfe erwartet werden, dass sich US-Präsident Biden in all diesen Themen stärker mit seinen westlichen Partnern koordiniere als sein Amtsvorgänger. (15.02.2021/alc/a/a)