Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 0,658% gefallen


08.03.18 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die deutsche Chemie-Industrie will laut Aussagen des Verbandes VCI in diesem Jahr die Erlöse auf 204 Mrd. EUR erhöhen, so die Analysten der Nord LB.

2017 hätten die Chemiefirmen nach vorläufigen Zahlen 196 Mrd. EUR Umsatz machen können. Am Donnerstag trete der EZB-Rat zusammen, um über die weitere geldpolitische Ausrichtung im Lichte der jüngsten Entwicklungen zu beraten. Wenig begeistert werde die EZB über die mit der Ankündigung Donald Trumps, Strafzölle auf Stahl und Aluminium zu erheben, sein. Hinzu komme die nach wie vor nur gedämpfte Entwicklung der Inflation. Die Kernrate von 1,0% Y/Y zeuge auch von einem anhaltend geringen binnenwirtschaftlichen Preisdruck. Die neuen Projektionen würden hier wenig Hoffnung auf schnelle Besserung machen, zumal im Dezember noch mit einem deutlich niedrigeren EUR/USD-Wechselkurs kalkuliert worden sei. Anpassungen an der Forward Guidance seien nicht dringend, der Rat dürfte hier bis zur Jahresmitte warten.

Der Rücktritt des Chef-Wirtschaftsberaters der Trump-Regierung, Cohn, habe bei den Anlegern das Interesse nach Bonds verstärkt. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei auf 159,43 (159,25) Punkte gestiegen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei im Gegenzug auf 0,658% (0,674%) gefallen. Die US-Staatsanleihen seien kaum verändert aus dem Handel gegangen. Nachdem der Anleihemarkt zunächst noch vom drohenden Handelskonflikt profitiert habe, habe sich die Stimmung im weiteren Verlauf der Sitzung gedreht. Die zehnjährige Treasury habe mit 2,883% (2,877%) rentiert. (08.03.2018/alc/a/a)