Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei 0,56%


14.05.18 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag nimmt wegen der weltweiten Zunahme von Handelshürden seine Prognose für das Wachstum der deutschen Exporte in diesem Jahr zurück, so die Analysten der Nord LB.

"Wir werden auf 5% runter gehen mit unserer Exportprognose", habe DIHK-Außenhandelschef Treier gesagt. Bislang seien rund 6% vorausgesagt worden. Die deutschen Unternehmen würden trotz gestiegener Risiken optimistischer auf das Auslandsgeschäft blicken. 40% würden in den kommenden 12M mit einer positiven Konjunkturentwicklung an ihren jeweiligen Standorten rechnen, habe eine Umfrage unter mehr als 5.100 Mitgliedsunternehmen ergeben. Lediglich 10% würden eine Verschlechterung erwarten. In fast allen Weltregionen hätten die Erwartungen an die Konjunktur zugelegt. Lediglich in China werde ein leichter Rückgang, allerdings von einem hohen Niveau, erwartet.

Die politischen Unsicherheiten seien am deutschen Anleihenmarkt zum Wochenausklang ohne größere Auswirkungen geblieben. So habe es zuletzt im Konflikt um das Atomabkommen mit dem Iran unterschiedliche Entwicklungen gegeben. Aber auch wachsende Italien Sorgen hätten beunruhigt. Eine Regierung zwischen der rechtspopulistischen Lega und der Fünf-Sterne-Protestpartei werde zunehmend wahrscheinlicher. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe leicht auf 158,85 Punkte nachgegeben. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe habe bei 0,56% gelegen. In Italien hätten Staatsanleihen merklich verloren, nachdem sie zuletzt noch stark gestiegen seien.

Der US-Anleihen-Markt sei am Freitag ohne große Bewegung geblieben. Daran hätten auch Konjunkturdaten, wie z.B. weniger stark gestiegene Einfuhrpreise in den USA im April als erwartet, nichts zu ändern vermocht. Papiere aller Laufzeiten hätten somit auf ihren Vortagesniveaus verharrt. (14.05.2018/alc/a/a)