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Rekordverdächtige US-Inflation - wie reagiert die FED?


14.07.21 12:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Marktakteure durften sich im gestrigen Handelsverlauf mit der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten doch noch über Impulse für etwas Bewegung in den Wechselkursen freuen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Konkret sei die Inflation im Juni um 0,9 Prozent gestiegen, nach zuvor 0,6 Prozent. Die Jahresrate sei sogar bis auf 5,4 Prozent angestiegen, nach 5 Prozent im Vormonat. Die Vorzeichen für abermals hohe Raten seien gegeben gewesen, dennoch hätten die Werte die Markterwartungen nochmals übertroffen.

Vor diesem Hintergrund habe EUR/USD auf unter 1,1800 nachgegeben, da die Marktteilnehmer zunehmenden Handlungsbedarf im Sinne einer restriktiveren Geldpolitik, seitens der FED-Währungshüter, einpreisen dürften. Letztere hätten noch keinen konkreten Fahrplan für das Zurückfahren der Anleihekäufe kommuniziert und würden bis dato keinen nachhaltigen Inflationsdruck sehen. Obwohl ein beträchtlicher Teil der Inflationsanstiege tatsächlich auf Sondereffekte zurückzuführen sein scheine, könne der rekordverdächtige Anstieg der Kern-Inflationsrate auf 4,5 Prozent nicht so einfach wegargumentiert werden. Wir erwarten gespannt die Reden von FED-Chef Powell, so Oberbank. Die heutige Trading-Range bei EUR/USD liege zwischen 1,1750 und 1,1840. (14.07.2021/alc/a/a)