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Primärmarkt: Spanien und Frankreich werden aktiv


06.09.18 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die versöhnlichen Töne der italienischen Vizepremierminister Salvini und Di Maio, wonach die EU-Fiskalregeln eingehalten und die Wahlversprechen lediglich schrittweise eingeführt werden, hat auch gestern für Entspannung an den Staatsanleihemärkten gesorgt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Insgesamt sei der italienische Risikoaufschlag (10J, ggü. DE) in den letzten beiden Tagen um etwa 30 Basispunkte zurückgegangen.

Unterdessen seien die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada über die zukünftigen Handelsbeziehungen gestern ohne Ergebnis geblieben und auf heute vertagt worden. Der Fokus dürfte heute und in den kommenden Tagen jedoch vielmehr auf dem Handelskonflikt zwischen den USA und China liegen, da die Anhörungsfrist der USA für Strafzölle auf zusätzliche Importe in Höhe von USD 200 Mrd. heute ausaufe.

Das britische Pfund habe gestern im Handelsverlauf gegenüber dem Euro zunächst zulegen können, habe die Gewinne jedoch später wieder abgeben müssen. Grund hierfür sei ein später dementierter Bericht gewesen, wonach bei den Austrittsverhandlungen der Fahrplan für die Zukunft ausgeklammert werden könne.

Datenseitig sei heute der bereits veröffentlichte deutsche Auftragseingang (Juli) erwähnenswert. Nach dem deutlichen Rückgang im Vormonat sei anders als allgemein erwartet ein abermaliger Rückgang (-0,9% p.m.) verzeichnet worden.

Auf dem Primärmarkt beabsichtige heute Spanien, Anleihen mit Fälligkeit 2021, 2023, 2028 sowie 2048 zu emittieren. Frankreich habe sich mit 2028, 2031, 2034 und 2066 fällig werdenden Anleihen angekündigt. (06.09.2018/alc/a/a)