Erweiterte Funktionen

Primärmarkt: Spanien und Frankreich werden aktiv


07.12.17 08:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die heute bereits veröffentlichte deutsche Industrieproduktion verzeichnete im Oktober einen Rückgang um 1,4% p.m. (September revidiert: -0,9% p.m., Konsens: +1,0% p.m.), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Da heute keine weiteren relevanten Daten zur Veröffentlichung anstünden, richte sich nun das Augenmerk auf den morgigen US-Arbeitsmarktbericht.

Die EU-Kommission habe gestern ihre Vorschläge zur Vertiefung der Währungsunion vorgestellt. EU-Staaten (also nicht nur Euroländer) sollten über drei verschiedene Töpfe Zugang zu finanziellen Mitteln bekommen, allerdings bleibe das angedachte Volumen weit hinter dem zurück, was beispielsweise der französische Präsident Macron in den Raum gestellt habe. Überdies spreche sich die Kommission erwartungsgemäß für einen EU Wirtschafts- und Finanzminister (der auch Chef der Eurogruppe werden solle) sowie für die Umwandlung des ESM in einen Europäischen Währungsfonds (bei gleichzeitiger Überführung in EU-Gemeinschaftsrecht) aus. Beide Vorschläge würden in dieser Form auf einen höheren Einfluss der Kommission hinauslaufen, was von den Euro-Ländern kritisch gesehen werde. Konkrete Entscheidungen seien für ein EU-Gipfeltreffen im Juni 2018 angedacht.

Auf dem Primärmarkt habe Deutschland gestern eine 2027 fällig werdende Anleihe um EUR 1,62 (Emissionsrendite: 0,30%) aufgestockt. Für heute hätten sich Spanien (2022, 2027, 2041 sowie inflationsindexiert 2021) und Frankreich (2026, 2029, 2039) mit Anleihen angekündigt. (07.12.2017/alc/a/a)