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Primärmarkt: Spanien und Frankreich kündigen sich mit Anleihen an


05.10.17 10:36
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der katalanische Ministerpräsident erklärte gestern Abend, er sei zu Verhandlungen unter Hinzunahme eines Vermittlers bereit, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Dem habe Madrid jedoch eine Absage erteilt, da Katalonien weiterhin an der Unabhängigkeit festhalte. So sei ebenfalls gestern für Montag eine Sitzung des Regionalparlaments anberaumt worden, bei der die Unabhängigkeit ausgerufen werden könnte. Eine Entspannung sei derzeit also (noch) nicht in Sicht. Zwar hätten sich spanische Staatsanleihen zuletzt unterdurchschnittlich entwickelt. Von Nervosität könne jedoch nicht gesprochen werden.

Datenseitig sei heute in den USA lediglich der Auftragseingang dauerhafter Güter erwähnenswert. In der Eurozone würden die Marktteilnehmer auf das Protokoll der EZB-Zinssitzung vom 7. September blicken. Denn Präsident Draghi habe sich auf der Pressekonferenz nicht entlocken lassen, welche Varianten für die geldpolitische Ausrichtung für das Jahr 2018 am Tisch lägen. Zwar sei eine Reduktion der Anleihekäufe sehr wahrscheinlich, viele Fragen seien jedoch offen (Ausmaß, Zeithorizont). Das Protokoll könnte zumindest einen Einblick in das Stimmungsbild unter den EZB-Ratsmitgliedern bieten.

Auf dem Primärmarkt habe Deutschland gestern eine Anleihe mit Fälligkeit 2027 um EUR 2,4 Mrd. aufgestockt, die Emissionsrendite habe bei 0,44% gelegen, die Nachfrage sei so hoch gewesen wie bei der vorangegangenen Auktion (bid to cover ratio: 1,6). Für heute hätten sich Spanien (2022, 2029 sowie inflationsindexiert 2024) und Frankreich (2025, 2028, 2048) mit Anleihen angekündigt. (05.10.2017/alc/a/a)