Primärmarkt: Österreich plant Aufstockung zweier Fixzinsanleihen


03.07.18 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In Deutschland wurde eine Regierungskrise gestern Abend nach mehrstündigen Verhandlungen zwischen Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Innenminister Seehofer (CSU) abgewendet, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Beide hätten sich auf einen Kompromiss in der Asylpolitik geeinigt. Es stehe allerdings noch die Zustimmung des dritten Koalitionspartners, der SPD aus. Diese dürfte sich vor allem an den vereinbarten Transitzentren an der deutsch-österreichischen Grenze stoßen. Solche Transitzentren habe die SPD bisher stets abgelehnt und sie seien auch nicht im Koalitionsvertrag vorgesehen. Es könne also noch dauern, bis sich die politischen Wogen wieder glätten würden.

Der gestern veröffentlichte ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe habe nochmals deutlich gemacht, dass die US-Wirtschaft am Anschlag laufe. US-Unternehmen würden von Kapazitätsengpässen an allen Ecken und Enden berichten: beim Personal, bei Rohstoffen und Vorleistungsgütern und auch bei den zur Verfügung stehenden Transportkapazitäten. Gemäß des amerikanischen Lastwagentransportverbandes (ATA) würden derzeit mehr als 50.000 Lastkraftfahrer fehlen. Der Preis für eine Meile LKW-Transport habe sich binnen Jahresfrist um 30% erhöht. Es sei in den Augen der Analysten der Raiffeisen Bank International AG absehbar, dass sich diese massiven Kapazitätsengpässe in steigendem Druck bei den Verbraucherpreisen niederschlagen würden.

Österreich plane für heute die Aufstockung zweier Fixzinsanleihen (ISIN: AT0000A04967, WKN: A0G4X4; ISIN: AT0000A1ZGE4, WKN: A19VB0). Die Papiere mit Fälligkeit im Februar 2028 bzw. März 2037 sollen in Summe EUR 1,15 Mrd. einbringen. (03.07.2018/alc/a/a)




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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
153,281 € 153,006 € 0,275 € +0,18% 20.07./17:27
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
AT0000A04967 A0G4X4 154,76 € 146,64 €
Werte im Artikel
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