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Primärmarkt: Litauen wird aktiv


04.09.17 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Nachdem Nordkorea die Spannungen mit dem Test einer angeblichen Wasserstoffbombe am Wochenende weiter verschärft hat, dürfte die Märkte in den nächsten Tagen vor allem die Frage beschäftigen, wie die USA auf die neuerliche Provokation reagieren, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Präsident Trump habe sich in einer ersten Reaktion auf den Test zu Äußerungen hinreißen lassen, die man als Überlegungen für ein militärisches Vorgehen interpretieren könne. Gleichzeitig habe er gedroht, die Handelsbeziehungen mit jedem Land einzustellen, dass seinerseits in Handelsbeziehungen zu Nordkorea stehe. Konkret sei damit China gemeint, das der mit Abstand wichtigste Handelspartner des Regimes in Pjöngjang sei.

Ebenfalls am Wochenende sei zudem bekannt geworden, dass Präsident Trump kurz davor stehe, gegen den Rat seiner wichtigsten Berater das 2012 mit Südkorea in Kraft getretene Handelsabkommen KORUS zu beenden. Sollte dies der Fall sein, würden die Wahrscheinlichkeit deutlich steigen, dass Trump auch das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA aufkündige.

Aufgrund eines Feiertages in den USA stünden heute keine US-Daten zur Veröffentlichung an. Im Euroraum werde das Sentix-Investorenvertrauen veröffentlicht. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden davon ausgehen, dass der erste Stimmungsindikator für September in etwa auf dem Vormonatsniveau notiere. Litauen werde heute eine Fixzinsanleihe (ISIN: LT0000650020, WKN: nicht bekannt) mit Fälligkeit im Mai 2021 aufstocken. (04.09.2017/alc/a/a)