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Primärmarkt: Italien wird aktiv


13.11.17 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Brexit-Verhandlungen spitzen sich zu. Eine sichtlich frustrierte EU gab am Freitag bekannt, Großbritannien habe noch zwei Wochen Zeit, um in den zentralen Fragen Schlussrechnung, innerirische Grenze und Schutz der Rechte von EU-Bürgern auf die EU zuzugehen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Sollte diese Frist ungenutzt verstreichen, werde man auf dem EU-Gipfel am 14. und 15. Dezember nicht wie ursprünglich geplant in die Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen einsteigen. Vorausgegangen gewesen sei die sechste, quasi ergebnislose Verhandlungsrunde in Brüssel. Die britische Verhandlungsführung habe die gesetzte Frist zurückgewiesen.

Erschwert würden die Verhandlungen durch die stark angeschlagene Position von Großbritanniens Premierministerin Theresa May. Am Wochenende sei bekannt geworden, dass angeblich 40 Abgeordnete des Unterhauses bereit wären, ihr das Misstrauen auszusprechen. Das Pfund habe mit Verlusten von 1/2 Pence auf diese Entwicklungen reagiert.

US-Präsident Trump habe seine Asienreise mit erneuten Drohungen beendet, die USA würden sich im Handel nicht weiter ausnutzen lassen und daher keine Handelsabkommen wie die Trans-Pazifische Partnerschaft (TPP) mehr unterzeichnen. Hiervon unbeeindruckt seien die übrigen elf TPP-Teilnehmer übereingekommen, das Abkommen wie geplant umzusetzen - nur ohne die USA eben. Präsident Trumps "Angebot", mit jedem Land ein bilaterales Handelsabkommen auszuhandeln, sei zur Kenntnis genommen worden.

Italien plane heute mit der Auktion dreier Fixzinsanleihen zwischen EUR 4,5 Mrd. und 6 Mrd. aufzunehmen. (13.11.2017/alc/a/a)