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Primärmarkt: Griechenland platziert 6-monatige Schatzanweisungen


03.01.18 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Gestern erreichten die Einkaufsmanagerindizes (PMI) im Dezember für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland, Frankreich und der Eurozone neue Höchststände, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Viele Komponenten der PMI würden hier inzwischen auf zunehmenden Preisdruck hindeuten. Dies möge zur deutlichen Aufwärtsbewegung bei den Renditen europäischer Anleihen beigetragen haben. Insbesondere die Renditen langfristiger deutscher Staatsanleihen hätten gestern deutlich zugelegt, dies jedoch bei geringem Handelsvolumen im Vorfeld des Inkrafttretens von MifiD II.

In den USA werde heute der ISM-Index für das Verarbeitende im Dezember veröffentlicht. Die Vorzeichen seien uneinheitlich. Einige regionale Stimmungsindikatoren hätten sich im Dezember eingetrübt, andere dagegen aufgehellt. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden dennoch von einem Anstieg des ISM Index ausgehen, da sie damit rechnen würden, dass sich die vor Weihnachten verabschiedete Steuerreform positiv auf die Stimmung ausgewirkt habe. Bei den Verhandlungen über einen ordentlichen Haushalt sowie die Anhebung der Schuldenobergrenze würden sich in den USA zähe und harte Verhandlungen abzeichnen. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden daher nicht davon ausgehen, dass man sich bis zum 19. Januar auf einen Kompromiss einige. Werde die aktuelle Ausgabenermächtigung bis dahin nicht verlängert, drohe ein Government Shutdown.

Am Primärmarkt habe gestern Griechenland 6-monatige Schatzanweisungen zu einer Rendite von 1,95% platziert. (03.01.2018/alc/a/a)