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Primärmarkt: Emissionen aus Italien, Deutschland und Portugal - Heute wird Irland aktiv


14.09.17 10:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - EU-Kommissionspräsident Juncker skizzierte gestern in seiner jährlichen Rede zur "Lage der Europäischen Union" seine Zukunftsvorstellung der EU, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Darin habe er unter anderem seine Forderung wiederholt, wonach alle EU-Länder den Euro einführen sollten, nicht zuletzt um damit einem "Europa der zwei Geschwindigkeiten" entgegenzuwirken. Der deutsche Finanzminister Schäuble habe darauf hingewiesen, dass vor Euroeinführung die entsprechenden Kriterien erfüllt werden müssten, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Datenseitig stehe heute in den USA mit den Verbraucherpreiszahlen die wichtigste Veröffentlichung dieser Woche auf dem Programm. Nachdem der Preisauftrieb seit Februar spürbar nachgelassen habe, deute sich nun eine Wende an. So dürfte die Vorjahresrate im August auf 1,9% geklettert sein, im September würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG mit 2,1% rechnen. Der USD habe gestern gegenüber dem EUR deutlich zulegen können, EUR/USD sei unter die Marke von 1,19 gefallen. Die heutigen Inflationsdaten könnten abermals für Bewegung sorgen.

Auf dem Primärmarkt sei gestern Italien mit 2020 (Emissionsrendite: 0,05%), 2024 (1,52%) und 2036 (2,74%) fällig werdenden Anleihen aktiv gewesen, das gesamte Emissionsvolumen habe bei EUR 8 Mrd. gelegen. Deutschland habe Anleihen mit Fälligkeit 2027 (Emissionsrendite: 0,39%; EUR 2,4 Mrd.) emittiert, ebenso wie Portugal (Emissionsrendite: 2,79%; EUR 0,85 Mrd.). Für heute habe sich Irland mit Anleihen (2026, 2037) angekündigt. (14.09.2017/alc/a/a)