Primärmarkt: Emission 10-jähriger deutschen Benchmarkanleihe ist schleppend verlaufen


11.01.18 12:11
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA stehen heute lediglich die Erzeugerpreise für Dezember an, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

In der Eurozone werde die Gesamtjahresschätzung für das deutsche BIP in 2017 veröffentlicht. Der Konsens erwartet ein reales Wachstum von 2,3%, die Analysten der RBI gehen von 2,4% aus. Wegen möglicher Revisionen würden sich aber hier keine Rückschlüsse auf das Wachstum im Q4 ziehen lassen. Für die Industrieproduktion in der Eurozone rechnen die Analysten der RBI im Dezember aufgrund der vorliegenden Zahlen aus Deutschland und Frankreich mit einem deutlichen Anstieg von 1,4% p.m. Das Protokoll der EZB-Sitzung vom Dezember dürfte wenig Überraschendes bieten. Immerhin sei der geldpolitische Maßnahmenmix für das Jahr 2018 weitgehend festgezurrt. Interessant könnten sich lediglich die Ausführungen der Währungshüter zu den im Dezember angehobenen Wachstums- und Inflationsprognosen erweisen.

Am Primärmarkt sei gestern die Emission der neuen 10-jährigen deutschen Benchmarkanleihe (ISIN DE0001102440 / WKN 110244) schleppend verlaufen. Statt den geplanten EUR 5 Mrd. seien nur EUR 4 Mrd. platziert worden. Die durchschnittliche Emissionsrendite habe bei einem bid/cover von nur 1,1 bei 0,54% gelegen. Für Italien hingegen sei die Platzierung einer neuen 20-jährigen Anleihe sehr erfolgreich verlaufen. In der syndizierten Transaktion seien EUR 9 Mrd. aufgenommen worden, die Emission sei mehr als dreifach überzeichnet gewesen. Auch heute werde Italien wieder aktiv und stocke zwei Fixzinsanleihen mit Laufzeit 2020 und 2024 um jeweils EUR 3 Mrd. auf. (11.01.2018/alc/a/a)




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