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Primärmarkt: Deutschland und Portugal werden aktiv


14.03.18 08:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Aufgrund der zu Jahresbeginn stärker als erwartet ausgefallenen Lohn- und Teuerungsdaten in den USA haben die Marktteilnehmer den gestern veröffentlichten Inflationszahlen (Februar) noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt als sonst, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Sowohl Gesamt- als auch Kernrate (2,2% p.a./1,8% p.a.) hätten exakt den Markterwartungen entsprochen, nichtsdestotrotz habe der USD gegenüber dem EUR etwas an Wert verloren. Für gewisses Unbehagen habe gestern einmal mehr die US-Politik gesorgt. So habe der US-Präsident seinen bisherigen Außenminister Tillerson entlassen. Damit habe Trump innerhalb einer Woche nicht zuletzt im Hinblick auf den Freihandel zwei gemäßigte Stimmen verloren. In dieses Bild würden Medienberichte passen, wonach Trump nun auch Strafzölle auf chinesische Tech- und Telekommunikationsprodukte zu verhängen erwäge (Importvolumen: USD 60 Mrd.).

Datenseitig stünden heute in den USA die Einzelhandelsumsätze (Februar) im Blickpunkt. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden mit einem ordentlichen Plus von 0,4% p.m. rechnen. In der Eurozone werde die Industrieproduktion (Januar) für die gesamte Währungsunion veröffentlicht (Rückgang im Vormonatsvergleich erwartet).

Auf dem Primärmarkt sei Italien gestern mit 2020 (Emissionsrendite: 0,0%), 2025 (1,47%), 2033 (2,45%) sowie 2047 (2,92%) fällig werdenden Anleihen aktiv gewesen und habe damit in Summe EUR 10,4 Mrd. eingenommen. Die Niederlande hätten Anleihen mit Fälligkeit 2028 emittiert, die Emissionsrendite habe bei 0,79% gelegen. Für heute hätten sich Deutschland (2048) und Portugal (2028, 2045) mit Anleihen angekündigt. (14.03.2018/alc/a/a)