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Primärmarkt: Deutschland und Griechenland werden aktiv


06.12.17 08:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA ging gestern der ISM Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe etwas stärker zurück als erwartet, notiert aber im November weiterhin klar im Expansionsgebereich (57,4 Punkte), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Heute liefere der ADP-Beschäftigungsbericht für November eine Indikation für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Der Beschäftigungszuwachs dürfte laut ADP etwas schwächer ausgefallen sein, was die Analysten auch von den offiziellen Zahlen am Freitag erwarten würden.

Gestern habe sich das FOMC-Mitglied Evans (Chicago FED) gegenüber der Presse angesichts der noch moderaten Inflationsentwicklung skeptisch über die allgemein erwartete Zinsanhebung in Dezember geäußert. Diese werde aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von 96% gepreist. Evans‘ Aussagen dürften die Markterwartungen jedoch nur wenig beeinflussen, immerhin gelte er innerhalb des FOMC als einer der profiliertesten Vertreter einer taubenhaften Geldpolitik.

In der Eurozone würden heute die Auftragseingänge der deutschen Industrie veröffentlicht. Diese seien im Oktober um 0,5% nach 1,0% im Vormonat gestiegen. Zudem könnte die Wortmeldung des EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch heute weiteren Aufschluss über die Positionierung der Notenbankführung bezüglich des Anleihekaufprogramms liefern. Zuletzt hätten mehrere namhafte Vertreter deren Ende für September 2018 angedeutet.

Am Primärmarkt plane heute Deutschland eine Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2027 um EUR 2 Mrd. aufzustocken. Griechenland begebe 3- und 6-monatige Schatzanweisungen. (06.12.2017/alc/a/a)