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Primärmarkt: Deutschland und Griechenland werden aktiv


09.08.17 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Nachrichtenlage wird heute Morgen von den geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea beherrscht, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Datenseitig hätten gestern die offenen Stellen der JOLTS-Umfrage die solide Entwicklung am amerikanischen Arbeitsmarkt bestätigt. Die Zahl der unbesetzten Stellen sei im Juni auf den Rekordwert von 6,1 Mio. gestiegen, der Konsens habe nur mit einem Wert von 5,7 Mio. gerechnet. Infolge habe der USD ggü. dem EUR deutlich zugelegt und notiere inzwischen wieder klar unter der Marke von 1,18.

Heute würden in den USA keine marktsensiblen Daten veröffentlichtet. Die vorläufigen Schätzungen der Produktivität (ex Agrar) und der Lohnstückosten im Q2 dürften die Märkte kaum beeinflussen. In der Eurozone stehe heute die italienische Industrieproduktion an. Nach einem starken Anstieg im Mai würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG im Juni mit einem leichten Rücksetzer rechnen.

Am Primärmarkt habe gestern Österreich zwei Fixzinsanleihen mit Laufzeiten 2023 und 2047 um jeweils EUR 700 Mio. und EUR 300 Mio. aufgestockt. Für die kürzere Laufzeit habe das bid/cover ratio bei 1,76 gelegen, es sei eine durchschnittliche Emissionsrendite von -0,012% erreicht worden. Die längere Laufzeit sei auf starke Nachfrage (bid/cover ratio 2,84) gestoßen, die durchschnittliche Emissionsrendite habe 1,495% erreicht. Heute plane Deutschland EUR 4 Mrd. über die Aufstockung einer Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2022 aufzunehmen. Griechenland werde dreimonatige Geldmarktpapiere begeben. (09.08.2017/alc/a/a)