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Primärmarkt: Deutschland und Frankreich werden mit Kurzläufern aktiv


16.11.20 09:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Insbesondere in der Eurozone werden abermals das Infektionsgeschehen sowie die neuerlichen Verschärfungen der Beschränkungen die Nachrichtenlage dominieren, werden doch nur wenige Wirtschaftsindikatoren veröffentlicht, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Anders in Fernost, wo gestern nach jahrelangen Verhandlungen das panasiatische Handelsabkommen RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership) unterzeichnet worden sei, das in den nächsten Jahren Handelsbarrieren zwischen 15 Mitgliedsländern, welche ca. 30% der globalen Wirtschaftsleistung erbringen würden, deutlich reduzieren werde. Dies werde als Schritt zur Entwicklung einer kohärenten Handelszone im asiatisch-pazifischen Raum gewertet. Darüber hinaus habe China heute Wirtschaftszahlen für den Monat Oktober veröffentlicht. Das Wachstum der Industrieproduktion sei mit 6,9% p.a. hoch geblieben, habe aber im Vergleich zum September nicht mehr zulegen können. Der Einzelhandel habe mehr Dynamik gezeigt, wenn auch von niedrigerem Niveau, und liege nun 4,3% p.a. über dem Vorjahreswert (September: 3,3%).

Auch in den USA würden im Wochenverlauf Daten zur Industrieproduktion bzw. zum Einzelhandel veröffentlicht. Heute sei mit dem Empire State Index ein wesentlicher Frühindikator im verarbeitenden Gewerbe zu erwähnen. Der Konsensus gehe von einem leichten Anstieg der Geschäftsstimmung im verarbeitenden Gewerbe im Bundesstaat New York aus. Dass die steigenden Infektionszahlen auch in den USA die Wirtschaftsindikatoren belasten könnten, habe die Konsumentenstimmung gezeigt, welche Anfang November bei einer unveränderten Einschätzung der aktuellen Lage durch pessimistischere Zukunftsaussichten belastet worden sei.

Am Primärmarkt seien heute vorwiegend Deutschland und Frankreich mit Kurzläufern aktiv. (16.11.2020/alc/a/a)