Primärmarkt: Deutschland begibt inflationsindexierte Anleihe 2026


10.04.18 10:41
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Das Wechselbad der Gefühle im Hinblick auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China dürfte heute abermals die Märkte prägen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Nachdem in der vergangenen Woche gegenseitige Zollandrohungen dominiert hätten, habe Chinas Staatspräsident Xi Jinping in seiner heutigen Eröffnungsrede des Boao Wirtschaftsforums Entgegenkommen signalisiert. So habe dieser unter anderem Zollsenkungen auf Autos und größere Beteiligungsmöglichkeiten ausländischer Konzerne im Automobilsektor in Aussicht gestellt. Der USD notiere daraufhin gegenüber dem EUR im frühen Handel geringfügig fester, nachdem die Gemeinschaftswährung gestern Nachmittag unterstützt von Kommentaren von Draghi und Coeure Zugewinne gegenüber dem USD habe verzeichnen können. Die heutigen französischen und italienischen Industrieproduktionszahlen (Feb.) sollten nach dem deutlichen Rückgang im Januar (im Vormonatsvergleich) nun einen Anstieg ausweisen.

Auf dem Primärmarkt seien gestern Deutschland mit sechsmonatigen sowie Frankreich mit drei-, sechs- und zwölfmonatigen Geldmarktpapieren aktiv gewesen. Heute plane Österreich die Aufstockung zweier Anleihen mit Fälligkeit Februar 2028 und März 2037. Das angestrebte Emissionsvolumen liege bei EUR 1,0 Mrd. (kompetitiv). Die Niederlande würden die Emission einer 2024 fällig werdenden Anleihe beabsichtigen, Deutschland begebe eine inflationsindexierte Anleihe mit Fälligkeit 2026. Des Weiteren hätten sich Belgien (3M, 12M), Deutschland (6M), Frankreich (3M, 6M, 12M) und Spanien (3M, 9M) mit Geldmarktpapieren angekündigt. (10.04.2018/alc/a/a)