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Preisdruck in den USA stärker als erwartet - EZB-Sitzung bestätigt aktuelle Geldpolitik


11.06.21 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der gestrige Handelstag stand voll und ganz im Bann der EZB-Sitzung sowie der Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus den USA, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Dementsprechend sei es auch kaum überraschend gewesen, dass sich die Anleger im Vorfeld der Datenveröffentlichungen kaum aus der Deckung gewagt hätten. Um 14:30 sei es dann endlich so weit gewesen - sowohl die US-Daten als auch die Ergebnisse der EZB-Sitzung seien gleichzeitig veröffentlicht worden.

Im Fall der EZB sei das Ergebnis bzw. die Wortwahl der EZB-Präsidentin Christine Lagarde wie erwartet ausgefallen. Trotz gestiegener Inflations- und Wirtschaftswachstumserwartungen sei der zugrunde liegende Preisdruck vonseiten der EZB als verhalten bezeichnet und gleichzeitig die aktuelle Geldpolitik bestätigt worden. Betont worden sei auch, dass jegliche Diskussion zum PEPP-Ausstieg zu früh wäre, was die europäischen Anleger offensichtlich etwas beruhigt habe. Weniger erfreulich seien hingegen die US-Verbraucherpreisdaten für den Monat Mai ausgefallen. Mit einem Anstieg um 5,0% im Jahresvergleich sei der Preisdruck klar stärker als erwartet ausgefallen, was die Gefahr einer gegen den bisher erklärten Willen der US-Notenbank schnelleren Abkehr der ultralockeren Geldpolitik wohl wieder etwas schüren dürfte. Die zeitgleich veröffentlichten Arbeitsmarktdaten hätten erneut eine stetige Verbesserung signalisiert, seien aber im Fall der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe leicht höher als erwartet ausgefallen. (11.06.2021/alc/a/a)