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Polnische Zentralbank bereit zur Lockerung


01.02.21 12:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate in Polen sank im Dezember auf 2,3 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.

Im Vormonat November habe sie noch bei 3,0 Prozent gelegen. Belastet worden sei die Teuerungsrate insbesondere durch sinkende Nahrungsmittelpreise. Für das Gesamtjahr 2020 habe die Inflation damit bei 3,4 Prozent gegenüber 2,3 Prozent 2019 gelegen.

Nach und nach bestätige sich die Vermutung, dass die polnische Wirtschaft im Schlussquartal 2020 zwar geschrumpft sei, der zu befürchtende Rückgang aber deutlich milder gewesen sei, als noch im 2. Quartal 2020.

Schwach habe sich der Einzelhandelsumsatz im November gezeigt. Zum dritten Mal sei der Wert aufgrund der neuerlichen Virusausbreitung und den damit verbundenen Einschränkungen gesunken. Dennoch habe der Rückgang im November mit -5,3 Prozent im Vorjahresvergleich über den erwarteten -7,4 Prozent gelegen.

Die Polnische Zentralbank habe zuletzt weitere geldpolitische Lockerungen nicht ausgeschlossen. Im Dezember habe sie auf dem Devisenmarkt interveniert, um eine weitere Aufwertung des Zlotys gegenüber dem Euro abzubremsen.

Auch weitere Zinssenkungen hätten die Währungshüter nicht ausschließen wollen, sollte sich die Lage zur Corona-Pandemie abermals zuspitzen. Derzeit sei die Lage allerdings stabil.

Die Postbank erwarte in den kommenden sechs Monaten, dass der der Zloty aufwerte und der Wechselkurs von heute 4,54 EUR/PLN (Stand: 25.01.2021) auf 4,20 sinke. (Ausgabe Währungsbulletin Februar 2021) (01.02.2021/alc/a/a)