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Polnische Notenbank dürfte mit Interventionen nachgeholfen haben


11.01.21 11:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Der Polnische Zloty (PLN) hat seit Mitte Dezember deutlich abgewertet, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

In diesem Zeitraum sei der EUR/PLN Kurs von 4,43 bis auf einen Maximalwert von 4,62 gestiegen. Trotz dünnem Jahresendmarkt dürfte die Polnische Notenbank mit Interventionen nachgeholfen haben. Die neue geldpolitsche Strategie ziele bewusst auf einen schwächeren PLN ab, um so der Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil im Export zu geben.

Neben der Interventionspolitik könne ein ähnliches Ergebnis durch Zinssenkungen erreicht werden. Fallende Lebensmittelpreise hätten im Dezember nur eine minimale Teuerung von 0,1% gebracht. In Jahresvergleich seien die Preise von 3,0% auf 2,3% gefallen und hätten dabei deutlich unter den Erwartungen gelegen. Die Notenbank könnte dies als Argument verwenden und die Leitzinsen am 13. Januar von 0,1% auf leicht negative Werte senken. In Summe seien dies keine guten Aussichten für den PLN. Dennoch bringe der Devisenmarkt, wie diese Woche ersichtlich, auch Korrekturen unter die 4,50er Marke. PLN Verkäufer sollten sie nützen und mit einem Limit gute Kurse mitnehmen! (11.01.2021/alc/a/a)