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Polen, Tschechien, Ungarn: Die Inflationsrate zuletzt bei Werten um 3% bewegt


15.09.20 11:45
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - In Polen erholten sich Einzelhandel und Industrieproduktion weiter und fielen für den Juli besser aus als allgemein erwartet, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Sie hätten im Vergleich zum Vorjahresmonat Zuwächse gezeigt. Anders in Tschechien, dort hätten Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion jeweils deutlich unter den entsprechenden Werten vom Juli 2019 gelegen. In allen drei Ländern (Polen, Tschechien, Ungarn) habe sich die Inflationsrate zuletzt bei Werten um die 3% bewegt. Die ungarische Notenbank habe von einem schwächeren Wachstum im zweiten Quartal als ursprünglich erwartet gesprochen und das Finanzministerium habe für das zweite Halbjahr zusätzliche Fiskalmaßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft angekündigt. Sie dürften das Budgetdefizit in Ungarn für 2020 auf 7% bis 9% der Wirtschaftsleitung hinauftreiben.

Bei der Eindämmung von COVID-19 verzeichne Tschechien schwere Rückschläge, mit täglichen Rekord-Neuinfektionen, die inzwischen über den Vergleichswerten vom April lägen. Das Land habe ab 1. September wieder eine Maskenpflicht für öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche Gebäude eingeführt. In Ungarn möchte die Regierung die Risiken einer neuen Infektionswelle minimieren. Sie habe per 1. September wieder die Landesgrenzen geschlossen und an den Grenzen die Kontrollmaßnahmen reaktiviert, die bei Ausbruch der Pandemie im März/April bereits angewendet worden seien.

Die Aktienmärkte der Region hätten sich im August ungefähr im Einklang mit dem allgemeinen Schwellenländertrend entwickelt. In Polen und Tschechien hätten die Indices jeweils um 2,3% bzw. 2,4% zugelegt. In Ungarn habe es hingegen nur ein leichtes Plus von einem halben Prozent gegeben. (Ausgabe September 2020) (15.09.2020/alc/a/a)