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Polen: Kerninflation hat das von der Nationalbank verfolgte Ziel von 3,5% überstiegen


17.09.20 12:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Im vergangenen Jahr 2019 ist die polnische Wirtschaft noch um stabile 4,2% gewachsen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Der polnische Einkaufsmanagerindex sei bereits im Februar 2020 auf 48,2 Punkte gesunken und habe im April bei schwachen 31,9 Punkten gelegen. Aktuell stehe er wieder im Expansionsbereich bei knapp über 50 Punkten. Auch der BIP-Rückgang im 2. Quartal sei mit 9% recht knackig ausgefallen. Für das Gesamtjahr 2020 werde ein BIP-Rückgang von 3% erwartet. Trotz aller derzeitigen Unabwägbarkeiten wie Corona, die US-Wahlen Anfang November, die derzeit völlig unklaren Auswirkungen des Brexits werde das Wachstum 2021 wieder ins Positive drehen. Wohl aber werde das BIP in 2021 mit prognostizierten 2,5% deutlich unter dem des Jahres 2019 zu liegen kommen. Auch die Kerninflation sei die letzten beiden Quartale stetig geklettert und habe das von der Nationalbank (NBP) verfolgte Ziel von 3,5% überstiegen. Das habe sich die letzten Monate drastisch geändert, was die NBP dazu bewogen habe, die Zinsen kräftig zu senken.

EUR/PLN (Polnischer Zloty) habe sich von seinen Höchstständen im März (bis 4,6300) zwar verabschiedet, pendle aber immer noch im Bereich 4,3800 bis 4,4700 seitwärts. (17.09.2020/alc/a/a)