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Philippinen: Inflationsprognose für 2020 bis 2022 etwas herabgesetzt


02.10.20 09:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Im Gegensatz zu Lira, Rubel und Co. hat der Philippinische Peso gegen den Euro einen sehr starken September hinter sich, und gegen den US-Dollar sogar das stärkste Quartal seit einer Dekade, so die Analysten von Postbank Research.

Die Gründe hierfür lägen in einer positiven Zahlungsbilanz, dem weiteren Aufbau von Währungsreserven seitens der Zentralbank und natürlich besonders in der Tatsache, dass die Philippinen bis dato vergleichsweise gut durch die Coronavirus-Pandemie gekommen seien. Der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe habe mit einem Sprung von 46,3 Punkten auf 50,1 Punkte im September signalisiert, dass nun auch die Industrie allmählich auf dem Erholungspfad wandle.

Ebenfalls gestern habe die Notenbank der Philippinen ihre Inflationsprognose für die Jahre 2020 bis 2022 zwar etwas herabgesetzt. Sie habe den Leitzins aber unverändert bei 2,25 Prozent belassen und erklärt, die Geldpolitik aufgrund der Pandemiefolgen voraussichtlich weitere zwei Jahre eher expansiv zu gestalten. Ähnlich wie viele andere Zentralbanken sehe die philippinische Notenbank nun die Fiskalpolitik in der Pflicht und habe signalisiert, dass sie die Lage mit ruhiger Hand beobachten werde.

Obgleich der Philippinische Peso seit Beginn der Woche etwas zurückgesetzt habe, könnte er mittelfristig weiteres Aufwertungspotenzial haben. (02.10.2020/alc/a/a)