OMV: Strategie 2025 bei erfolgreicher Implementierung positiv - 3,5% Anleihe und 5,25% Perpetual Anleihe kaufen!


08.06.18 11:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) empfehlen sowohl die in 2027 fällige 3,500% Anleihe (ISIN XS0834371469 / WKN A1G9ZZ) als auch die 5,250% Perpetual Anleihe der OMV AG (OMV) (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zum Kauf.

OMV sei ein integriertes Öl- und Gasunternehmen. Das Segment Upstream (Exploration & Produktion) sei mittlerweile in vier Kernregionen - Zentral- und Osteuropa, Nordsee, Russland und Mittlerer Osten - vertreten. Als weitere Entwicklungsregion habe das OMV-Management das Gebiet Australasien auserkoren. Innerhalb des Segments Downstream (Öl & Gas) sei man im Donauraum einer der führenden Anbieter im Refining und Marketing Bereich.

In Summe habe das Unternehmen 2017 mit 20.700 Mitarbeitern EUR 20 Mrd. umgesetzt, während die Öl- und Gasproduktion zuletzt von 348 Tsd. Barrel Öläquivalent/Tag (Boe/d) im 1. Quartal 2018 auf 437 Tsd. Boe/d angestiegen sei. Die aus drei Raffinerien stammende Kapazität betrage rund 348 Tsd. Barrel/Tag. Nach dem Verkauf der türkischen Tankstellentochter Petrol Ofisi betreibe die OMV noch rund 2.000 Tankstellen in zehn Ländern.

Auch in absehbarer Zukunft werde die OMV den Upstream Bereich weiter ausbauen. Mit dem zuletzt abgeschlossenen Jushno Russkoje Deal und dem geplanten Asset-Swap mit Gazprom wurde bzw. wird der Russland-Anteil am OMV-Förderportfolio - spätestens mit Achimov IV/V nach Rumänien zumindest an zweiter Stelle - stark erhöht, so die Analysten der RBI. In der Telefonkonferenz zum Jahresergebnis 2017 habe der OMV-CEO, Rainer Seele, gesagt, dass man im laufenden Geschäftsjahr daran arbeiten werde, um ein klareres Bild bezüglich zukünftiger Aktivitäten in Abu Dhabi zu erlangen.

Die Erweiterung bzw. Umstellung auf ein günstigeres Förderungs-Portfolio sowie generelle Kostensenkungen in den letzten Jahren würden sich auch in der Cashflow Rechnung zeigen. So habe man 2015 laut OMV noch einen Brent Preis von USD 70/Bbl für einen Free Cashflow Break Even (nach Dividenden) benötigt, während 2017 USD 25/Bbl gereicht hätten. Die Mitte März vorgestellte Wachstumsstrategie 2025 schätzen die Analysten der RBI bei erfolgreicher Implementierung als langfristig positiv für das Unternehmen ein.

Nach einer Bereinigung und deutlicher Verbesserung des OMV-Credit-Profils in den letzten Jahren hat man nach Ansicht der Analysten der RBI in der Kennzahlenbetrachtung mit 2017 wohl den Höhepunkt für die nächsten Jahre gesehen. Angesichts der starken Cashflowgenerierung im aktuellen Ölpreisumfeld würden die Analysten die Auswirkungen auf das Finanzprofil vorerst dennoch für überschaubar erachten. Konzernweit werde das M&A-Budget mit EUR 10 Mrd. bis 2025 beziffert. Darüber hinaus sollten bis dahin die jährlichen Investitionen bei EUR 2,0 bis 2,5 Mrd. liegen. Ein Kostensenkungsprogramm bis 2020 solle ausgehend von 2017 EUR 100 Mio. bringen. Entsprechend der Free Cashflow-Entwicklung als auch jener des operativen Ergebnisses beabsichtige das Management die Dividenden weiter zu erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.

Die Analysten der RBI raten die 2027er 3,500% Anleihe sowie die 5,250% Perpetual Anleihe der OMV AG auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zu kaufen. (Ausgabe vom 17.05.2018) (08.06.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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