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Notenbanken gehen mit Konjunktureintrübung von der Bremse


13.05.22 09:15
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Die Notenbanken bekämpfen die Inflation, indem sie auf die geldpolitische Bremse gehen, so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank.

"Angesichts der konjunkturellen Eintrübung - und auch voraussichtlich sinkender Inflationstrends - dürften FED & Co im späteren Jahresverlauf bzw. spätestens 2023 wieder von der Bremse gehen", sage Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck sieht "aktuell zu viele Leitzinserhöhungen im Markt eingepreist." Greil: "Sobald die Notenbanken aus Angst, die Konjunktur abzuwürgen und eine Rezession zu riskieren, auch nur etwas weniger restriktiv werden, sollten sich sowohl die Aktien- wie auch die Rentenmärkte wieder entspannen - bis dahin dürfte es volatil bleiben."

Kommende Woche stünden zwar keine wichtigen Notenbanksitzungen, dafür aber einige Wirtschaftsdaten auf der Agenda: In Europa starte die Woche mit aktualisierten, und damit sicherlich gesenkten Wachstumsprognosen der EU-Kommission sowie der Handelsbilanz der Eurozone für März. Tags darauf folge das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums im ersten Quartal, am Mittwoch die finale April-Inflation sowie am Freitag das Verbrauchervertrauen im Mai. Am Freitag würden in Deutschland zudem die Produzentenpreise für April veröffentlicht.

In Großbritannien stünden am Dienstag Arbeitsmarktdaten, am Mittwoch die Inflation im April sowie am Freitag Verbrauchervertrauen- und Einzelhandelsdaten im Fokus. Und in den USA kämen am Dienstag sowohl die Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze für April sowie eine Reihe von Zahlen zum Immobilienmarkt.

In China würden am Montag die April-Zahlen zum Einzelhandel sowie zur Industrie publiziert und in Japan stünden insbesondere am Mittwoch das Bruttoinlandsprodukt für Januar bis März sowie am Freitag Inflationszahlen für den April auf der Agenda.

ZITATE:

"Angesichts der konjunkturellen Eintrübung - und auch voraussichtlich sinkender Inflationstrends - dürften FED & Co im späteren Jahresverlauf bzw. spätestens 2023 wieder von der Bremse gehen."

"Wir sehen aktuell zu viele Leitzinserhöhungen an den Märkten eingepreist."

"Sobald die Notenbanken aus Angst, die Konjunktur abzuwürgen und eine Rezession zu riskieren, auch nur etwas weniger restriktiv werden, sollten sich sowohl die Aktien- wie auch die Rentenmärkte wieder entspannen - bis dahin dürfte es volatil bleiben." (13.05.2022/alc/a/a)