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Notenbanken im Mittelpunkt


04.09.17 09:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In dieser Woche stehen Notenbankentscheidungen in Australien, Kanada, Schweden und natürlich der Eurozone an, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Überall sollte die "Politik der ruhigen Hand" dominieren. In Australien gestalte sich der Aufschwung dabei mittlerweile so solide, dass die Notenbank heute Nacht durchaus signalisieren dürfte, dass in den kommenden Monaten mit einer Zinserhöhung zu rechnen sei. Die Umsetzung dürfte aber erst Anfang des kommenden Jahres erfolgen.

Die Bank of Canada sollte nach der Zinserhöhung im Juli zwar keine Eile haben, erneut auf die geldpolitische Bremse zu treten, aber auf der Sitzung im Oktober den nächsten Zinsschritt auf dem Schirm behalten. Das Treffen in Schweden dürfte dagegen aufschlussreich ausfallen. Zum einen dürfte sich die Riksbank am Donnerstag auf ein neues geldpolitisches Mandat mit geändertem Inflationsmaß festlegen, wodurch die schwedischen Währungshüter mehr Flexibilität bei der künftigen Ausrichtung der Geldpolitik erhalten würden. Zudem dürfte die Notenbank ihre Wachstums- und Inflationsprognosen nach oben anpassen. Mit einer Zinserhöhung sei nach Erachten der Analysten erst im 2. Quartal 2018 und damit erst nach Ende der Anleihenkäufe zu rechnen.

EZB-Präsident Mario Draghi habe noch auf der letzten Notenbanksitzung angedeutet, dass man "im Herbst" über den weiteren Verlauf des QE-Programms entscheiden wolle. Zumindest aus meteorologischer Sicht befinden wir uns bereits in der 3. Jahreszeit, ob bereits auf dem Zentralbanktreffen am Donnerstag über eine mögliche weitere Reduzierung der Ankäufe entschieden wird, halten wir dennoch für fraglich und gehen vielmehr davon aus, dass eine entsprechende Ankündigung erst auf der Oktobersitzung erfolgen wird, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. (04.09.2017/alc/a/a)