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Notenbankchefs der USA und der Eurozone geben sich vorsichtig


13.11.20 10:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In einer hochrangig besetzten Diskussionsrunde (EZB Forum zum Zentralbankwesen, auch genannt "Sintra Konferenz") gaben sich gestern die Notenbankchefs der USA und der Eurozone vorsichtig, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Zwar sei unisono die Aussicht auf eine Corona-Virus-Impfung in absehbarer Zeit als positiv beurteilt worden. Gleichzeitig hätten aber alle die kurzfristigen Abwärtsrisken und hohen mittelfristigen Unsicherheiten für den Wirtschaftsverlauf betont. Die betont zurückhaltende Wortwahl müsse aus der Logik von Auftritten bestimmender Notenbankvertreter beurteilt werden. FED und EZB hätten klar signalisiert, die geldpolitische Unterstützung noch für lange Zeit nicht zurückzufahren. Diese Guidance gelte es trotz der aufkeimenden Hoffnungen auf eine mittelfristige Wirtschaftserholung am Markt zu verankern.

Am Datenkalender sei heute die Veröffentlichung von BIP-Ergebnissen für das dritte Quartal durch Eurostat vermerkt. Dabei sollten die vorliegenden Schnellschätzungen für die Eurozone, alle großen Länder sowie Österreich bestätigt werden. Weiters würden die Details und die fehlenden Ergebnisse vieler europäischer Länder bekannt gemacht.

Am Ratingkalender seien heute Österreich bei Fitch (AA+(s)) und Moody’s (Aa1(s)) sowie Frankreich bei Fitch (AA(n)) vermerkt.

Am Primärmarkt habe gestern Italien Anleihen mit Laufzeit 1/2024, 09/2027 und 3/2036 zu einer durchschnittlichen Rendite von -0,19%, 0,35%, und 1,05% (Gesamtvolumen EUR 6 Mrd.) begeben. Irland habe Anleihen mit Fälligkeit 10/2030 und 05/2050 zu einer durchschnittlichen Rendite von -0,202% und 0,418% (Gesamtvolumen EUR 1,25 Mrd.) auktioniert. (13.11.2020/alc/a/a)