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Norwegische Notenbank zögert die Zinsen wieder anzuheben


07.10.20 12:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Der Ölpreisverfall in diesem Frühjahr brachte der Norwegischen Krone (NOK) ein Allzeithoch von 12,60 zum EUR, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Davon sei der EUR/NOK-Kurs mit Werten um 10,90 wieder weit entfernt, doch lägen die aktuellen Kurse noch 10 Prozent über denen des Vorjahres. Die Ursachen lägen zum Teil in der noch immer verhaltenen Nachfrage nach Öl. Zur Bewältigung der Corona Krise hätten die laufenden Öl-Einnahmen des Staatsfonds nicht ausgereicht. Es hätten Anlagewerte verkauft werden müssen und Norwegen erlebe deshalb erstmals seit 20 Jahren ein Defizit.

Negativ auf die EUR/NOK Kursentwicklung sei auch die Entscheidung der Notenbank gewesen, den Leitzins in diesem Jahr um 1,50% auf 0,00% zu senken. Obwohl sich die Notenbank im Sommer optimistisch zu den Aussichten für die Wirtschaft gezeigt habe und die Kerninflation über das Ziel von 2,00% gestiegen sei, zögere sie die Zinsen wieder anzuheben. Die schwache Krone verteuere die Importe und heize somit die Inflation an. Die Aussichten für die NOK seien nicht rosig. Der Kurs dürfte sich bestenfalls bis 10,50 in diesem Jahr erholen. (07.10.2020/alc/a/a)