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Niedrigzinsumfeld in Industrieländern als zementiert eingeschätzt - Auslandskapital kehrt in die Schwellenländer zurück


04.09.20 10:45
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach dem Kurseinbruch im März haben sich Schwellenländeranlagen in den vergangenen Monaten wieder stabilisiert, so die Analysten der DekaBank.

EM-Hartwährungsanleihen hätten ihre Verluste sogar weitgehend aufgeholt, während die EM-Aktien und -Inlandswährungsanleihen in Euro gerechnet noch deutlich im Minus lägen. Insgesamt stellt sich das Bild freundlicher dar, als wir dies noch vor einigen Monaten erwartet hatten, so die Analysten der DekaBank.

Seit April kehre Auslandskapital wieder in die Schwellenländer zurück. Dies sei zu einem guten Teil darauf zurückzuführen, dass das Niedrigzinsumfeld in den Industrieländern zunehmend als zementiert eingeschätzt werde und die Investoren auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten seien. Dieses habe Finanzierungsumfeld verbessert und federe die Krise in den Schwellenländern ab. Die wirtschaftliche Erholung habe bereits eingesetzt und dürfte die Märkte unterstützen. Doch in der heißen Phase des US-Wahlkampfs steige die Wahrscheinlichkeit, dass außenpolitische Spannungen geschürt würden, um eine patriotische Stimmung zu erzeugen. Das naheliegende Ziel sei einmal mehr China. (Ausgabe September 2020) (04.09.2020/alc/a/a)