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Niedrige Zinsen trotz hoher Inflation


01.11.21 11:15
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Eine Flut von ökonomischen Daten hat die Finanzmärkte in der vergangenen Handelswoche überschwemmt, berichten die Analysten der DekaBank.

Das ifo-Geschäftsklima habe eher auf einen für die deutsche Wirtschaft düsteren Konjunkturherbst hingedeutet, wozu nicht nur die anhaltenden Produktionshindernisse, sondern auch die ansteigenden Belastungen des Gesundheitswesens durch wieder stark zunehmende Infektionszahlen beigetragen hätten. Trotzdem bleibe die Nachfrage stabil. Angesichts der erfreulichen Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt seien die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahr weiter angestiegen. Während die USA für das dritte Quartal langsam eine Beruhigung der Konjunkturrallye melden würden, habe sich die europäische Wirtschaft in diesem Zeitraum deutlich belebt. Dies, sowie Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen weiter niedrig zu halten, habe dafür gesorgt, dass sich die Aktienmärkte stabil gehalten hätten.

Während die hohen Inflationszahlen von der EZB als vorübergehend angesehen würden, fühle sich die US-Notenbank durch den Preisauftrieb stärker bedrängt. Beim Zinsentscheid der US-Notenbanker an diesem Mittwoch werde sie wohl erstmals nach Beginn der Corona-Krise wieder restriktiver werden, indem sie künftig weniger Anleihen ankaufen werde. Ob die FED damit die US-Wirtschaft richtig einschätze, werde am Ende der Woche zu beurteilen sein, wenn die für die US-Konjunkturbeurteilung wichtigen Zahlen vom Arbeitsmarkt veröffentlicht würden. (01.11.2021/alc/a/a)