Neuseelands Leitzins bei dem historisch niedrigen Niveau von 1,75% belassen


09.11.17 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat auf ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins - wie allgemein erwartetet - bei dem historisch niedrigen Niveau von 1,75% belassen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dabei hätten die Währungshüter in ihrem Ausblick die Inflationserwartungen für das 1. Quartal 2018 von 0,7% auf 1,5% im Jahresvergleich nach oben revidiert. Dabei schätze die RBNZ das Risiko einer Inflationsentwicklung über der Zielrate von 2% in der mittleren Frist zwar als gering ein, deute aber gleichzeitig die Bereitschaft zu Zinsanhebungen in der Zukunft an. Dies stehe in Einklang mit der Prognose der Analysten, dass die RBNZ in der 2. Jahreshälfte 2018 einen Zinserhöhungsschritt um 25 BP tätigen werde - die Analysten würden einen entsprechenden Beschluss im 3. Quartal 2018 erwarten. Das sollte dem zuletzt unter Druck geratenen Neuseeländischen Dollar perspektivisch wieder Auftrieb verleihen.

Auch die polnische Notenbank (NBP) habe ihre "Politik der ruhigen Hand" gestern fortgesetzt und den Referenzzinssatz, der seit März 2015 bei 1,50% notiere, unverändert gelassen. Aufgrund ihrer Erwartung, dass die Inflation auch 2018 unter der Zielzone der Notenbank von 2,5% (+/- ein Prozentpunkt) verbleibe, würden die Analysten erst 2019 mit einer Verschärfung der Geldpolitik in Polen rechnen. (09.11.2017/alc/a/a)