Mondi: Finanzierungsprofil setzt sich mehrheitlich aus Anleihen zusammen


15.10.20 10:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Mondi (ISIN GB00B1CRLC47/ WKN A0MQ8X) produziert als weltweit führende Packaging & Paper Gruppe, innovative und nachhaltige Papier- und Plastik Lösungen, so der Finanzanalyst Georg Zaccaria von der Raiffeisen Bank International AG (RBI) Wien.

Entstanden aus der Übernahme von Frantschach und Neusiedler in Österreich durch das 1967 gegründete Mondi Süd Afrika sei die Gruppe heute in über 30 Ländern mit rund 100 Produktionsstandorten tätig und decke dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Umsätze würden sich dabei auf West Europa (38% im H1 20), Emerging Europa (22%), Nord Amerika (11%), Russland (9%), Asien & Australien (9%), Afrika (9%) sowie zu rund 2% auf Süd Amerika verteilen. Mondi berichte die vier Segmente Corrugated Packaging (27%), Flexible Packaging (39%), Engineered Materials (12%) und Uncoated Fine Paper (22%). Mit Hauptsitz und Aktiennotiz in London sowie einer Niederlassung Wien würden rund 26 Tsd. Mitarbeiter beschäftigt.

Im H1 2020 habe der Umsatz in Höhe von EUR 3,5 Mrd. rund -8% und damit vergleichsweise gering, unter dem H1 2019 gelegen. Volumensteigerung in den Segmenten Corrugated Packaging und Flexible Packaging seien durch durchschnittlich niedrigere Absatzpreise ausgeglichen worden. Dem hätten wiederum Einsparungen auf der Kostenseite entgegenwirken können. Insgesamt habe sich das EBITDA auf EUR 738 Mio. (- 17% vs. H1 2019) belaufen. Der operative Cashflow sei in Höhe von EUR 491 Mio. positiv (-14% vs. H1 2019) gewesen. Das Capex Programm sei bei reduzierten Investitionen im H1 2020 in Höhe von EUR 336 Mio. weitergeführt worden. Der von den Analysten der Raiffeisen Bank International AG berechnete Free Cashflow lag bei EUR 155 Mio. und schließt damit an die deutlich positive Free Cashflow Generierung der vergangenen Jahre an.

Für das GJ 2020 werde mit einem Capex in Höhe von EUR 600 bis 650 Mio. und damit weiterhin deutlich über dem Abschreibungsniveau gerechnet. Die Dividendenzahlung für 2019 sei anfänglich eingestellt, mittlerweile jedoch wieder aufgenommen worden und entspreche damit dem oberen Ende der Dividendenpolitik (Dividend Coverage von 2-3x). Im H2 2020 würden sich vor allem die geplanten Produktionsstopps aufgrund von Instandhaltungsarbeiten (rund EUR 100 Mio.) im Ergebnis niederschlagen.

Die solide Kapitalstruktur werde durch eine Nettoverschuldung in Höhe von EUR 2 Mrd. per 30. Juni 2020 unterstrichen, die in einem Verhältnis von 1,3x zum EBITDA stehe und in einem soliden Investment Grade Rating von BBB+ und Baa1 resultiere. Dabei setze sich das Finanzierungsprofil mehrheitlich aus Anleihen (86%) zusammen. So sei zuletzt im April 2020 eine EUR 750 Mio. Anleihe mit einer Fälligkeit in 2028 und einem Kupon in Höhe von 2,375% gepreist worden. Die Fälligkeit des syndizierten RCFs in Höhe von EUR 750 Mio. sei um ein Jahr bis Juli 2022 verlängert worden. Per 30. Juni 2020 hätten Zahlungsmittel in Höhe von EUR 669 Mio. sowie nicht ausgenutzte kommittierte Kreditlinien in Höhe von EUR 805 Mio. zur Verfügung gestanden. Demgegenüber habe eine im September 2020 (Fälligkeit 28. September) getilgte EUR 500 Mio. Anleihe gestanden. (Ausgabe Oktober 2020) (15.10.2020/alc/a/a)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
17,575 € 17,785 € -0,21 € -1,18% 23.10./20:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
GB00B1CRLC47 A0MQ8X 21,06 € 12,64 €