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Mexikos Zentralbank überrascht


16.11.20 13:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Mexikanische Peso machte noch in der US-Wahlnacht einen Erleichterungssprung nach oben, da Marktteilnehmer vermuten, dass sich das Verhältnis zum nördlichen Nachbarn unter Joe Biden als neuem US-Präsident verbessern ließe, so die Analysten von Postbank Research.

Der Aktien-Leitindex in Mexiko-Stadt habe 10,5 Prozent innerhalb von sieben Handelstagen gewonnen. Ein potenzieller Impfstoff gegen Covid-19 nütze Mexiko ebenfalls sehr, da das Land stark von Tourismuseinnahmen und Ölexporten abhängig sei. Vielleicht habe dies auch eine Rolle bei der Entscheidung der Bank of Mexico gespielt, nach zuletzt elf Zinssenkungen in Folge eine Pause einzulegen, während Analysten mit einem weiteren Schritt gerechnet hätten.

Der Leitzins bleibe also unverändert bei 4,25 Prozent. Die Pause biete den notwendigen Spielraum, um zu bestätigen, dass die Inflationsentwicklung sich dem Ziel nähere, habe es im Begleittext zu der Entscheidung geheißen. Die Inflation sei im Oktober auf 4,1 Prozent gestiegen, nach 4,0 Prozent im Vormonat, und habe damit über dem Zielbereich der Zentralbank von zwei bis vier Prozent sowie dem spezifischen Ziel von drei Prozent gelegen. Im Gegensatz zu vielen anderen Notenbanken kämpfe die Bank of Mexico also der Coronavirus-Pandemie zum Trotz aktuell gegen zu hohe Inflationsraten. Im Nachgang zu dem Zinsentscheid habe der Peso gegen den Euro leicht an Wert gewinnen können. (16.11.2020/alc/a/a)