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Liquidität: Die Währungshüter halten Kurs


08.04.21 09:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) setzt trotz guter Konjunkturaussichten für die USA ihre lockere Geldpolitik fort, so die Analysten von Postbank Research.

So werde das Volumen der monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar so lange nicht angetastet, bis substanzielle Fortschritte am Arbeitsmarkt und bei der Preisstabilität erreicht seien. FED-Chef Jerome Powell habe klargestellt, dass er sich nicht von Projektionen leiten lassen wolle. Die Deutlichkeit, mit der er den Kurs kommuniziert habe, habe insofern überrascht, als die US-Wirtschaft 2021 mit 6,5% wachsen könnte - so stark wie zuletzt in den 1970er Jahren. Der oberste US-Währungshüter habe offenbar die Anleger beruhigen wollen, die eine Zinswende der FED befürchten würden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) habe zuletzt auf die aus ihrer Sicht nicht gewollte Verschärfung der Finanzierungsbedingungen in der Eurozone reagiert. Zwar habe auch die EZB die Leitzinssätze nicht angetastet, aber mit der Aussicht überrascht, dass "die Käufe im Rahmen des Pandemie-Anleihekaufprogramms (PEPP) in einem deutlich höheren Umfang als in den ersten Monaten dieses Jahres durchgeführt werden". Zwar habe die EZB das Gesamtvolumen ihres Krisenprogramms unverändert gelassen, allerdings hätten die Währungshüter der Eurozone mit Käufen im Wert von 870 Milliarden Euro auch erst rund die Hälfte des PEPP-Volumens von insgesamt 1,85 Billionen Euro genutzt. Der EZB bleibe also noch genügend Spielraum, um ihre Anleihekäufe auszudehnen. (Perspektiven April 2021) (08.04.2021/alc/a/a)