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Langfristige Zinsen steigen


01.04.21 09:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Der 10-Jahres Swapsatz in USD ist im ersten Quartal von 0,90% auf 1,75% gestiegen und befindet sich nun wieder auf dem Niveau von Anfang 2020, vor der Corona-Krise, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Ein Grund dafür sei die Aussicht auf ein weiteres Konjunkturprogramm der US-Regierung Joe Bidens. Höhere Investitionen in Infrastruktur könnten das Wirtschaftswachstum nicht nur in der Krise stützen, sondern auch langfristig beschleunigen. Die Finanzierung der geplanten Staatsausgaben sei noch nicht gesichert und die USA seien bereits hoch verschuldet. Zu den höheren Renditen in USD werde also auch ein erhöhter Risikoaufschlag beigetragen haben.

Langfristige Zinssätze in EUR könnten von der Situation in den USA nicht ganz unbeeinflusst bleiben - der 10-Jahres Swapsatz in EUR liege seit Ende Februar im positiven Bereich, wenn auch nur knapp. Damit würden sich die Zinskurven versteilen - sowohl der 3-Monats USD LIBOR als auch der 3M-EURIBOR würden auf den historischen Tiefstwerten (bzw. 3 Basispunkte darüber) bleiben und daran dürfte sich bis Jahresende nichts ändern, weil dafür Leitzinsänderungen durch die Zentralbanken nötig wären. (01.04.2021/alc/a/a)