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Konjunktur intakt - Aktien bleiben attraktiv - US-Anleihen verlieren an Glanz


04.09.17 12:30
Swisscanto Invest

Zürich (www.anleihencheck.de) - Global präsentiert sich die Konjunktur weiter in guter Form, so die Experten von Swisscanto Invest.

Im 2. Quartal 2017 habe die Weltwirtschaft sogar die höchste Wachstumsrate seit 2010 verzeichnet. Die Aufwertung des Euro dürfte die wirtschaftliche Dynamik der Währungsunion in den kommenden Monaten jedoch dämpfen. Dagegen würden die USA von einem schwächeren Dollar profitieren. Dies spreche für eine Erstarkung der US-Wirtschaft.

In Japan habe das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im 2. Quartal positiv überrascht und die Konsensuserwartungen deutlich übertroffen. Trotz Brexit-Unsicherheit würden die konjunkturellen Frühindikatoren in Großbritannien nicht auf einen deutlichen Abschwung in naher Zukunft hindeuten. Die gute globale Wirtschaftslage sollte nicht zur Ausblendung der konjunkturellen Risiken verleiten. In der Eurozone würden wirtschaftspolitische Reformen nur zögerlich vorangetrieben, und in den USA seien Investitionen und Steuerreformen auf der politischen Agenda in den Hintergrund gerückt.

Die global starke Konjunktur widerspiegele sich auch in der Gewinnberichterstattung der Unternehmen. Ein Ende dieser erfreulichen Entwicklung sei noch nicht in Sicht, was weiterhin für einen Auftrieb an den Aktienmärkten spreche. Den jüngsten Renditerückgang bei Anleihen würden die Experten angesichts dieses konjunkturellen Umfelds als vorübergehend erachten.

Bei den Aktien würden die Experten aufgrund des schwächeren Dollar, der intakten globalen Konjunktur und ihrer vergleichsweise günstigen Bewertung weiter die Schwellenländer bevorzugen. In der Region Europa seien Anleihen aufgrund der Eurostärke relativ gesehen attraktiver geworden. Dies im Gegensatz zu US-Anleihen, bei denen die erwartete Kürzung der Notenbankbilanz sowie höhere Leitzinsen für einen Renditeanstieg sprechen würden.

Die global gute Konjunktur widerspiegele sich auch in der Gewinnberichterstattung der Unternehmen. Ein Ende dieser erfreulichen Entwicklung sei noch nicht in Sicht und spreche weiterhin für Aktien. Den jüngsten Renditerückgang bei Anleihen würden die Experten angesichts dieses konjunkturellen Umfelds als vorübergehend erachten. Größere Wechselkursverschiebungen würden allerdings für Veränderungen der relativen Attraktivität einzelner Regionen sorgen. So dürfte die Eurostärke die wirtschaftliche Dynamik der Währungsunion in den kommenden Monaten dämpfen und dafür sorgen, dass die Wachstumsraten im 2. Halbjahr nicht mehr so hoch ausfallen würden. Dagegen würden die USA von der anhaltenden Dollarschwäche profitieren, die sich bereits in wieder stärkeren Konjunkturdaten bemerkbar mache.

CHF-Anleihen würden angesichts des vorherrschenden Negativzinsumfeldes in der Schweiz unattraktiv bleiben. In der Region Europa würden Anleihen hingegen von der Eurostärke profitieren. Dies im Gegensatz zu US-Anleihen, wo die erwartete Kürzung der Notenbankbilanz sowie höhere Leitzinsen für einen Renditeanstieg sprechen würden. Anleihen der Schwellenländer hätten weiterhin einen deutlichen Zinsvorteil gegenüber den "sicheren Häfen".

Aufgrund der Wechselkursverschiebungen seien nordamerikanische Aktien attraktiver und europäische Dividendentitel, mit Ausnahme des Schweizer Marktes, unattraktiver geworden. Begehrt würden aufgrund des schwächeren US-Dollar, der guten globalen Konjunktur und ihrer vergleichsweise günstigen Bewertung Schwellenländeraktien bleiben.

Die politischen Spannungen mit Nordkorea hätten den Goldpreis nochmals deutlich ansteigen lassen. Dies würden die Experten aber als ein vorübergehendes Phänomen erachten. So spreche auch die Normalisierung der globalen Geldpolitik gegen einen höheren Goldpreis. Bei den übrigen Rohstoffen dürfte die vorteilhafte konjunkturelle Großwetterlage für steigende Preise sorgen. (04.09.2017/alc/a/a)