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Kombination verschiedener Schwellenländer-Anleihetypen verspricht Erfolg


10.10.18 10:30
T. Rowe Price

Baltimore (www.anleihencheck.de) - Schwellenländeranleihen sind keine homogene Anlageklasse, so die Experten von T. Rowe Price.

Dies könne für die Vermögensallokation von Vorteil sein. Für Kunden, die auf der Suche nach stetigem Alpha seien, untersuche T. Rowe Price bisweilen verschiedene Kombinationen von EM-Staatsanleihen in Hartwährungen (EMH), EM-Unternehmensanleihen in Hartwährungen (EMC) und EM-Anleihen in Lokalwährungen (EML).

In den vergangenen 15 Jahren hätten EMH besser abgeschnitten als EMC und EML. Die Renditen seien jedoch zyklisch. Wenn man eine Mischstrategie entwerfe, sollte man sich im Hinblick auf die möglichen Renditen eher die Erwartungen für die Zukunft anschauen als die historische Performance. So hätten die Renditen von EM-Anleihen in Lokalwährungen in den vergangenen Jahren ständig unter dem starken Dollar gelitten. Sollte sich der Greenback künftig schlechter entwickeln, könnte dies für den Sektor positiv sein.

"Im Hinblick auf die Diversifikation haben sich die EMC und EML besser entwickelt als die EMH. Die Korrelation zwischen diesen drei Sektoren war in der Vergangenheit unvollkommen", sage Yoram Lustig, Head of Multi-Asset Solutions, EMEA bei T. Rowe Price. Beispielsweise habe die Korrelation zwischen EMC und EML über die gleitenden 36-Monatszeiträume seit 2005 etwa zwischen 0,39 und 0,85 geschwankt. Die Korrelation zwischen EMH und EML habe sich in etwa zwischen 0,52 und 0,85 bewegt.

Lustig: "Wir haben uns drei hypothetische strategische Allokationen angesehen, in denen wir EM-Anleihe-Sektoren miteinander kombinierten. Erstens: Geringes Risiko, 60:30:10 (EMH:EMC:EML). Zweitens: Mittleres Risiko, 33:33:33: (EMH:EMC:EML). Und drittens: Hohes Risiko, 15:15:70 (EMH:EMC:EML). Auf Basis der Daten des Indexlevels (mit anderen Worten: ohne Alpha aus dem aktiven Management) über gleitende 12-Monatszeiträume von Januar 2003 bis Mai 2018 fanden wir Folgendes heraus: Erstens: Das risikoarme Portfolio hätte in 50 Prozent der Zeit die beste Performance geliefert. Zweitens: Das Portfolio mit mittlerem Risiko hätte in fünf Prozent der Zeit die beste Performance erzielt. Und drittens: Das risikoreiche Portfolio hätte in 45 Prozent der Zeit die beste Performance gebracht."

Durch die Kombination der verschiedenen EM-Anleihen sei eine Diversifikation der Alpha-Quellen erreichbar. So könne ein Manager, der einen Schwerpunkt auf das Risikomanagement lege, das Alpha stark erhöhen, wenn der Markt falle - bei einem steigenden Markt erziele er jedoch eine Underperformance.

Wie funktioniere das in der Praxis? Eine Möglichkeit das Problem anzugehen, sei mit einer langfristigen strategischen Allokation zu starten und die gewünschten neutralen Allokationen in EMH, EMC und EML zu definieren. Eine solche Ausgangsallokation für jede Anlageklasse könne helfen, die Auswirkungen des Timings zu minimieren. Falls gewünscht, könne dies die zusammengesetzte Benchmark für das kombinierte EM-Anleiheportfolio bilden. Die nächste Mehrwertquelle bei der taktischen Vermögensallokation sei die dynamische Rotation der EMH/EMC/EML. Die dritte und in manchen Fällen bedeutendste Mehrwertquelle sei auf der Ebene der Wertpapierauswahl zu finden, in Form eines individuellen Bottom-up-Ansatzes der Portfoliomanager. (10.10.2018/alc/a/a)