Kerninflationsrate der Eurozone verharrt bei 1,3%


01.09.17 09:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In der Eurozone zog im August die Jahresinflationsrate gemäß der Schnellschätzung auf 1,5% an (Juli: 1,3%), so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die Kernrate habe bei 1,3% verharrt. Mit einer Tendenz in Richtung der EZB-Zielnorm ("unter, aber nahe 2%") würden die Analysten nicht auf absehbare Zeit rechnen. Basiseffekte durch die jüngste Aufwertung des Euro sowie der Ölpreisentwicklung sollten vielmehr die Jahresrate der allgemeinen Konsumentenpreise wieder in Richtung der 1%-Marke zurückfallen lassen.

So würden die Analysten für 2017 ein Plus bei der Inflation von 1,5% erwarten, gefolgt von 1,1% in 2018 (Kernrate: 1,1% bzw. 1,0%). Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass erst im Oktober die EZBs ihre Entscheidung zur weiteren Rückführung ihrer expansiven Geldpolitik in 2018 mit einer Reduzierung des QE-Programms bekanntgeben werde. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote habe im gemeinsamen Euroraum bei 9,1% verharrt. Dies sei ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Juli 2016. Die Arbeitslosenquote notiere damit aktuell auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2009. Perspektivisch zeichne sich für die Analysten ein Rückgang auf 8,4% im Jahresdurchschnitt für 2018 ab. (01.09.2017/alc/a/a)