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Keine großen Erwartungen an die FED


16.09.20 10:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Überraschend starke Konjunkturdaten erreichten uns gestern sowohl von diesseits als auch von jenseits des Atlantiks, so die Analysten von Postbank Research.

Hierzulande sei der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen im September auf 77,4 Punkte von 71,5 im Vormonat gestiegen. Volkswirte hätten einen Rückgang auf 69,5 vorausgesagt. Der Index der Lagebeurteilung habe sich ebenfalls deutlich von minus 81,3 auf minus 66,2 Punkte erhöht. Prognostiziert worden sei lediglich ein Anstieg auf minus 72,0. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone hätten sich im September ebenfalls verbessert. Der entsprechende Indikator sei gegenüber dem Vormonat um 9,9 Punkte auf 73,9 gestiegen. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum habe sich um 8,9 auf minus 80,9 Zähler erhöht. Auch der Konjunkturindex der New Yorker FED habe im September stärker als erwartet zugelegt. Er habe sich auf plus 17,0 Punkte erhöht. Volkswirte hätten nur einen Anstieg auf plus 6,9 Punkte prognostiziert. Im Vormonat habe der Index bei plus 3,7 Punkten gelegen.

Im Vorfeld der heutigen Sitzung der US-Notenbank habe sich der EUR/USD-Kurs in ruhigem Fahrwasser bewegt. Gestützt worden sei die Gemeinschaftswährung gestern durch die über den Erwartungen liegenden Konjunkturdaten aus China, die Investoren aus dem "sicheren Währungshafen" US-Dollar gelockt hätten. Da die FED ihre Karten schon in Jackson Hole auf den Tisch gelegt hat, sollten uns heute Abend um 20 Uhr keine großen Überraschungen erwarten, so die Analysten von Postbank Research. (16.09.2020/alc/a/a)