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Keine Gründe für Aktionismus der US-Notenbank


01.08.18 09:45
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nach zwei Leitzinserhöhungen um 25 BP in diesem Jahr lassen Kommentare von verschiedenen FED-Mitgliedern wenig Zweifel daran aufkommen, dass der graduelle Zinserhöhungskurs in den kommenden Monaten fortgesetzt wird, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Aus konjunktureller Sicht bestehe auch kein Grund, das Zinsniveau auf dem immer noch relativ niedrigen Niveau von 1,75 bis 2% zu belassen: Das BIP habe im 2. Quartal 2018 wieder Fahrt aufgenommen (4,1% ann.) und die Teuerung befinde sich wieder im Einklang mit dem Preisstabilitätsziel. Um nicht für unnötige Unsicherheiten zu sorgen, dürfte die Notenbank das Statement im Anschluss an den Zinsentscheid heute nahezu unverändert im Vergleich zum Juni belassen. Mit den nächsten beiden Zinserhöhungen rechnen die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt im September und Dezember dieses Jahres.

Da für die US-Notenbank kein Grund zu großen Anpassungen der Kommunikation bestehe, würden die Analysten mit keinen größeren Marktbewegungen rechnen. Einblicke in wichtige Diskussionen auf der heutigen Sitzung dürfte erst das am 22. August anstehende Sitzungsprotokoll geben. Hierzu würden die Gefahr einer weiteren Verflachung der Renditestrukturkurve, die Auswirkungen der voranschreitenden Bilanzverkürzung der FED aber auch die Frage, wie expansiv die Ausrichtung der Geldpolitik noch sei, gehören. (01.08.2018/alc/a/a)