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Katalonien-Konflikt: Wie wirkt sich Intensivierung der Spannungen auf den Finanzmarkt aus?


09.10.17 09:18
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Im Streit zwischen der spanischen Zentralregierung und der katalanischen Regionalregierung zeichnet sich keine Entspannung ab, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Im Gegenteil: In einer Fernsehansprache habe der katalanische Ministerpräsident Puigdemont gestern angekündigt, er wolle wie im Referendumsgesetz vorgesehen morgen die Unabhängigkeit Kataloniens proklamieren. In diesem Fall dürfte die Zentralregierung in Madrid Artikel 155 der spanischen Verfassung anwenden und die Regionalregierung ihrer Verantwortung entheben. Eine weitere Eskalation scheine somit programmiert zu sein. Die Auswirkungen an den Finanzmärkten würden sich bisher zwar in Grenzen halten. Eine Intensivierung der Spannungen dürfte dies jedoch ändern. So käme beispielsweise der Euro wohl leicht unter Druck.

In den USA habe das Weiße Haus gestern einen Forderungskatalog zum Thema Einwanderung vorgelegt. Im Rahmen der Neuregelung des Status der so genannten Dreamer erwarte man vom Kongress eine Zusage zur Finanzierung des Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko, striktere Abschiebungen illegaler Einwanderer, ein schärferes Vorgehen gegen die illegale Einwanderung Minderjähriger aus Mittelamerika sowie die Streichung von Bundesmitteln für die so genannten Sanctuary Cities. Die Demokraten hätten eine Zusammenarbeit auf Basis dieses Forderungskatalogs umgehend abgelehnt. Aber auch gemäßigte Republikaner dürften sich mit den Forderungen schwer tun. (09.10.2017/alc/a/a)