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Kanada: Zeichen für Erholung mehren sich


03.09.20 08:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der kanadische Arbeitsmarktbericht für Juli zeichnete erneut ein positives Bild, so die Analysten von Postbank Research.

Die Arbeitslosenquote sei weiter von 12,3 Prozent auf 10,9 Prozent gesunken.

Der Häusermarkt zeige ebenfalls weitere Erholungsanzeichen. Die Baubeginne seien im Mai um knapp 21 Prozent gestiegen. Das BIP habe im Mai im Vergleich zum Vormonat 4,5 Prozent zugelegt. Schätzungen der kanadischen Immobilienwirtschaft würden darauf hinweisen, dass im Juli 35 Prozent mehr Häuser verkauft worden sein könnten als im Vormonat - eine Steigerung fast zurück auf das Vor-Corona-Niveau.

Die Ölpreise würden sich nun in engeren Handelsspannen bewegen. Mit Preisen für die Sorte Western Canadian Select um circa USD 30 pro Barrel würden kanadische Ölförderer allmählich beginnen, die Produktion wieder hochzufahren. Die Anzahl der aktiven Bohranlagen in Kanada sei von gerade einmal vier Anfang Juli auf aktuell 19 gestiegen. Das Verarbeitende Gewerbe, das ebenso wie der Energiesektor zehn Prozent zum BIP Kanadas beitrage, erhole sich ebenfalls; die Aufträge würden steigen.

Obgleich die Möglichkeit weiterer Anleiheankäufe seitens der Bank of Canada den CAD (Kanadischer Dollar) etwas unter Druck setzen könnte, erwarte die Postbank aufgrund der o.a. Entwicklungen einen relativ unveränderten Wechselkurs von EUR/CAD 1,56 in sechs Monaten (1,556; Stand 28.08.2020). (Ausgabe Währungsbulletin September 2020) (03.09.2020/alc/a/a)