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Italien: Politik lässt Staatsanleihemärkte kalt


08.03.18 14:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Renditen italienischer Staatsanleihen reagierten nur verhalten auf die politische Pattsituation nach der Parlamentswahl, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen sei am Tag nach der Wahl (5.3.) bei Handelsschluss bei 2,107% zu liegen gekommen. Dies entspreche einem Abstand (Spread) von 140 BP zur deutschen Benchmark. Der Spread sei somit lediglich um 4 BP angestiegen. Die Marktteilnehmer schienen in ihrer ersten Reaktion auf das Wahlergebnis primär einer gewissen Unsicherheit über den zukünftigen Konsolidierungskurs Ausdruck verliehen zu haben, ein systemisches Risiko eines Euroaustritts wurde nicht gepreist, so die Analysten der RBI. Inzwischen sei der Spread sogar wieder auf das Niveau vor der Wahl zurückgefallen. Historisch notiere der Spread damit weiterhin auf deutlich tiefem Niveau.

In den kommenden Wochen könnte der italienische Spread etwas mehr Sensitivität gegenüber dem politischen Newsflow aufweisen, es sei mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Mittelfristig dürfte das politische Risiko - wie schon zuvor bei den Wahlen in Spanien oder Frankreich - nicht zu einem deutlichen Anstieg führen. Aktuell würden die Analysten ihre Prognose für den italienischen Spread (10J vs. DE) noch unter Revision belassen. (08.03.2018/alc/a/a)