Investmentidee: Mit grüner Energie in die Zukunft - Anleiheanalyse


08.07.21 15:00
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist grüne Energie eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Aktuell gehen die Meinungen auseinander welche Art der Energiegewinnung am besten dazu geeignet ist, unseren überwiegend auf fossilen Brennstoffen beruhenden Energieverbrauch zu versorgen, so die Bank Vontobel Europe AG. Jedoch seien sich viele Menschen einig, dass es zu einer Wende im Energiesektor kommen müsse und werde. Es sei nicht unrealistisch, dass sich letztendlich eine Kombination aus mehreren Technologien durchsetzen werde, um den steigenden Energiebedarf weltweit zu befriedigen.

In vielen Wirtschaftssektoren gelte grüner Wasserstoff als sehr vielversprechende Technologie, um die CO2-Emissionen zu verringern. Wasserstoff lasse sich durch verschiedene Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser, Atom- oder Erdwärme gewinnen. Das Hydrogen Council 2030 schätze den globalen Markt für Wasserstoff- und Brennstoffzellen auf rund 125 Mrd. EUR. Gerade im Bereich des Schwerlasttransports würden sich Unternehmen aktuell stark um die Entwicklung von Brennstoffzellen bemühen. So auch Ballard Power Systems (ISIN CA0585861085 / WKN A0RENB). Der kanadische Wasserstoffspezialist habe gerade erst 300.000 Kanadische Dollar vom kanadischen Innovations-BC-Award zusammen mit der Simon-Fraser-Universität erhalten.

Zudem habe das Unternehmen einen neuen Auftrag über 20 Brennstoffzellen-Module für den Linienbushersteller New Flyer verkündet. Bei der Bestellung der Fahrzeuge, die im kalifornischen Oakland zum Einsatz kommen sollten, handele es sich bereits um einen Folgeauftrag, welcher noch in diesem Jahr ausgeliefert werden solle. Die Anzahl der New Flyer Buse in Kalifornien, welche mit Brennstoffzellen ausgestattet seien, steige damit auf 45. Ballard plane eigenen Angaben zufolge auch mit weiteren Aufträgen, da der Gesetzgeber in Kalifornien eine Neuanschaffung emissionsarmer Busse vorschreibe. Des Weiteren sei erst kürzlich ein mehrjähriger Zuliefer- und Entwicklungsvertrag mit dem erfahrenen US-Membranhersteller W. L. Gore & Associates geschlossen worden. Hierdurch möchte man längerfristig zuverlässig planen können.

Neben der Wasserstoff-Technologie gehöre auch Windkraft zu den großen Hoffnungsträgern im Bereich der alternativen Energiegewinnung. Gemäß dem Bundesverband WindEnergie (BWE) habe es alleine in Deutschland Ende 2020 insgesamt 29.608 Onshore-Windenergieanlagen mit über 50.000 Mega-Watt an produziertem Strom gegeben. Zusätzlich sollten nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Bundesregierung bis 2030 weitere 15.000 Megawatt an Offshore-Erzeugungskapazitäten dazukommen.

In diesem potenziellen Umfeld agiere auch die Nordex SE (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655). Um wettbewerbsfähig zu sein, habe der deutsche Hersteller von Windkraftanlagen gerade erst eine Kapitalerhöhung von über 580 Millionen Euro verkündet. Mit einer Erhöhung der Eigenkapitalquote von 16 auf 27 Prozent und der Nettoliquidität auf 530 Millionen Euro stärke das Hamburger Unternehmen vor allem seine Kreditwürdigkeit. Zusätzlich sei ein weiterer Auftrag über die Lieferung von 15 Anlagen nach Polen bekannt gegeben worden, der sich damit in eine Reihe mehrerer Großaufträge seit Juni einfüge. Auftraggeber sei der schwedische Windparkentwickler OX2. Somit könnte das Unternehmen auch langfristig positive Aussichten haben.

Windkraft und Wasserstoff würden gerade in der industriellen Energieversorgung eine große Rolle spielen. Bei Privathaushalten jedoch sei besonders die Nachfrage nach Solarenergie in den letzten Jahren stark angestiegen. Einem Bericht der Marktforscher von Allied Market Research zu Folge solle das Marktvolumen für Solarenergie im Jahr 2022 schon 422 Milliarden Dollar betragen. Energetische Sanierungen sowie der Zukauf von Solaranlagen würden in Deutschland von staatlicher Seite subventioniert. In den USA, besonders in Texas und Kalifornien, seien Verbraucher in diesem Jahr bereits aufgefordert worden ihren Stromverbrauch zu senken um Stromausfälle bei steigenden Temperaturen zu verhindern. Auch hier würden viele Kunden die Stromzuverlässigkeit durch Solarenergie zu verbessern planen.

Von solchen Trends könnten vor allem Anbieter wie SolarEdge Inc. (ISIN US83417M1045 / WKN A14QVM) profitieren. Das israelische Unternehmen mit Entwicklungsstandorten in Deutschland und Italien entwickele und vertreibe Photovoltaikmodule, Wechselrichter, Leistungsoptimierer, Batteriespeicher und die dazu gehörenden Systeme. Aktuell beziehe man noch Batterien von Fremdanbietern wie LG Chem oder Tesla, bereits ab dem dritten Quartal diesen Jahres erhoffe sich das Management jedoch schon "bedeutende Einnahmen aus dem Batterieprodukt", nach eigenen Aussagen. In Kombination mit der weiter steigenden Nachfrage in diesem Sektor könnte das Unternehmen ebenfalls stark von einem wachsenden Energiebewusstsein profitieren.

Nachdem sich in den letzten Jahren in diesen drei Sektoren bereits viel verändert habe, könnte es mit weiteren technologischen Erneuerungen auch weiteres Potenzial für die genannten Unternehmen geben, die laut Branchenkennern ohnehin schon als Spezialisten in ihrem Bereich gelten würden. Durch die vielen Erneuerungen im Energiebereich rücke die ganze Branche wieder in den Fokus vieler Investoren.

Unternehmen wie die Linde plc, deren Kerngeschäft sich mit Gasen und Prozessanlagen befasse oder die Siemens Energy AG (ISIN DE000ENER6Y0 / WKN ENER6Y), die im Bereich der Elektro- und Energietechnik sehr breit aufgestellt sei, könnten hier eine interessante Ergänzung zu den Trendfirmen der Energiewende sein. Mit steigenden Bevölkerungszahlen weltweit werde es auch einen steigenden Energiebedarf geben, der von Unternehmen mit verschiedenen Technologien gedeckt werden müsse. Hierin verberge sich ein riesiger Markt mit großem Zukunftspotenzial, der sicherlich weiterhin von vielen Menschen interessiert verfolgt werde.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf die Aktien von Ballard Power Systems, Nordex und SolarEdge Technologies. Die Anleihe sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Kupon von 20,00% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00%. Die Barriere liege bei 60,00%. Fällig werde die Anleihe am 24. Juni 2022. Die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto könne noch bis zum 12. Juli 2021 gezeichnet werden.

Interessant sei zudem eine Fixkupon Multi Express Anleihe Pro (ISIN DE000VQ86VA2 / WKN VQ86VA) mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf die Aktien von Ballard Power Systems, Linde und Siemens Energy. Die Anleihe sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Bonusbetrag (pro Bonuszahlungstag) von EUR 60,03 ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00%. Die Barriere liege bei 70,00%. Fällig werde die Anleihe am 9. August 2022. Die Fixkupon Multi Express Anleihe Pro mit Barriere (Worst-Of) Quanto könne noch bis zum 2. August 2021 gezeichnet werden.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten.

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen beziehe sich auf mehrere Basiswerte. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (08.07.2021/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VQ8ZJX7 VQ8ZJX 98,42 € 90,83 €
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