Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf Lufthansa - Wachstumsausblick gesenkt - Anleiheanalyse


01.08.18 11:00
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Deutsche Lufthansa-Aktie eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die Deutsche Lufthansa habe am letzten Dienstag ihre Quartalszahlen präsentiert und, trotz gesenktem Wachstumsausblick, die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Kosten für die Ausweitung der Billigflugtochter Eurowings und steigende Ölpreise würden das Ergebnis im zweiten Quartal belasten.

Die Lufthansa habe die teure Integration der pleitegegangenen Rivalin Air Berlin und höhere Treibstoffkosten dank höherer Ticketpreise fast vollständig kompensieren können. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) habe mit EUR 982 Millionen gut drei Prozent niedriger im Vergleich zum Vorjahr gelegen. Insgesamt habe der DAX-Konzern einen Konzerngewinn im abgelaufenen Quartal von EUR 734 Millionen verbucht (-0,8% im Vergleich zum Vorjahr). Dennoch hätten die Analysten-Erwartungen übertroffen werden können. Sie hätten im Konsens einen adjusted EBIT von EUR 946 Millionen und einen Nettogewinn von EUR 662 Millionen erwartet.

Neben den Integrationskosten würden auch die gestiegenen Treibstoffkosten eine weitere Belastung darstellen. Die Treibstoffkosten seien im ersten Halbjahr preis- und mengenbedingt um EUR 216 Millionen auf EUR 2,8 Milliarden gestiegen. Im Gesamtjahr rechne die Deutsche Lufthansa AG nun mit einem Anstieg gegenüber 2017 um EUR 850 Millionen auf mehr als EUR 6 Milliarden. Bislang habe der Konzern einen Anstieg um 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Den geplanten Ausbau ihres Flugangebots streiche die Lufthansa indes noch einmal leicht zusammen. Das Kapazitätswachstum sehe der Konzern 2018 nur noch bei 8 statt 8,5 Prozent. Zu Beginn des Jahres habe der Vorstand sogar 12 Prozent angepeilt. Aufgrund der schwierigen Integration der Air Berlin und der verspäteten Auslieferung neuer Airbus-Mittelstreckenjets sei der Ausblick bereits im Frühjahr gekappt worden. Im Bereich Network Airlines der Gruppe - also Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines - sei das operative Ergebnis dank Kostensenkung und Wachstum um 26 Prozent gestiegen. Die Zahl der beförderten Passagiere stelle mit 67 Millionen im ersten Halbjahr einen neuen Rekordwert dar. Finanzchef Ulrik Svensson habe erklärt: "Ohne die Belastungen bei Eurowings, die wir in Kauf nehmen, um unsere Marktposition in Europa weiter zu stärken, wäre unser Ergebnis damit gestiegen."

Die Lufthansa-Aktie werde aktuell bei EUR 23,67 (31.07.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 31,26 (04.01.2018), das Jahrestief bei EUR 17,80 (01.08.2017) gelegen. Bei Bloomberg würden 15 Analysten die Aktie auf "kaufen", acht auf "halten" und drei Analysten auf "verkaufen" setzen. Bloomberg-Analysten würden aktuell ein Zwölf-Monats-Kursziel von EUR 28,31 setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 5,55% Aktienanleihe auf Lufthansa. Der Basispreis betrage 18,50 EUR, die maximale Rendite 3,40%. Der Geldkurs betrage 101,20 EUR, wobei sich der Briefkurs auf 101,30 EUR belaufe. Der Bewertungstag sei am 21.06.2019. Fällige werde die Anleihe am 28.06.2019. (Stand: 01.08.2018, 10:35)

Interessant sei auch die Protect Pro Aktienanleihe auf die Lufthansa-Aktie, die mit einem Kupon in Höhe von 6,25% ausgestattet worden sei. Der Basispreis liege bei 21,1555 EUR, der Zinsbetrag bei 62,67 EUR. Die Barriere betrage 16,9244 EUR. Der Bewertungstag sei der 16.08.2019. Fällige werde die Anleihe am 23.08.2019. (Stand: 01.08.2018, 10:36)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 31.07.2018) (01.08.2018/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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