Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf HUGO BOSS - Neuausrichtung trägt erste Früchte - Anleihenanalyse


07.08.17 09:45
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von HUGO BOSS eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Der Modekonzern HUGO BOSS habe am Dienstag das Ergebnis für das zweite Quartal 2017 bekannt gegeben: So habe der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2 Prozent auf EUR 636 Millionen zugelegt. Bei einer um 10 Basispunkte stärkeren Rohertragsmarge von 67,7 Prozent sei das operative Ergebnis (EBIT) um 113,3 Prozent (YoY) auf EUR 80,6 Millionen gestiegen. Dieser Anstieg sei vor allem auf die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge zurückzuführen. Seien im 2. Quartal 2016 noch Verluste in Höhe von EUR 57,4 Millionen ausgewiesen worden, liege in der aktuellen Periode ein Ertrag von EUR 6,3 Millionen vor. Das Unternehmen habe im Vergleich zur ursprünglichen Planung günstigere Konditionen bei der vorzeitigen Beendigung der Mieterträge erzielen können. Somit habe die im 2. Quartal 2016 gebildete Rückstellung im Berichtszeitraum reduziert werden können. Das Konzernergebnis habe so auf ein Plus von EUR 57,6 Millionen steigen können (+418,9% YoY).

Einen negativen Einfluss habe dabei der europäische Markt mit einem Ergebnisrückgang von 6 Prozent und einer um 140 Basispunkte leichteren EBITDA-Marge von 28,6 Prozent gehabt. Die beste Entwicklung habe es in der Region Asien/Pazifik gegeben, welche von der positiven Umsatzentwicklung und einem unterproportionalen Anstieg der Vertriebs- und Marketingaufwendungen profitiert habe. Bei einer positiven Ergebnisentwicklung von 30 Prozent (YoY) habe die EBITDA-Marge mit 23,3 Prozent um 340 Basispunkte über dem Vorjahreswert gelegen (Q2 2016: 19,9%).

Seine Prognose für das Gesamtjahr 2017 habe das Management von HUGO BOSS bestätigen können. Man habe den Umsatz- und Ergebnisausblick bekräftigt, sogar niedriger als bisher erwartete Investitionen (zwischen EUR 130 Mio. und EUR 150 Mio.) und somit höhere Free Cashflows von rund EUR 250 Millionen (vorher: EUR 220 Mio.) ausgewiesen. "Unsere strategische Neuausrichtung beginnt zu greifen. Das zweite Quartal ist erfreulich verlaufen. Vor allem in den USA und im Online-Geschäft haben wir deutlich Fortschritte gemacht", habe Mark Langer, Vorstandsvorsitzender des Konzerns, gesagt.

Das Online-Geschäft habe HUGO BOSS im ersten Quartal noch enorme Sorgen bereitet. Es sei durch sinkende Besucherzahlen, welche aus technischen Problemen und ein falsches Produktangebot resultiert hätten, um 27 Prozent eingebrochen. Im aktuellen Quartal habe das Unternehmen jedoch einen Umsatzanstieg von 9 Prozent im eigenen Online-Geschäft erzielen können.

Weiter habe Langer gesagt: "Die neue Markenstrategie ist vom Handel sehr positiv aufgenommen worden. Damit haben wir ein wichtiges Zwischenziel unserer strategischen Neuausrichtung erreicht."

Experten hätten größtenteils von sehr guten Zahlen gesprochen, das Ergebnis je Aktie sei höher als erwartet ausgefallen und die Entwicklung in China habe überzeugen können. So sei die Aktie des Modekonzerns nach Veröffentlichung um rund 7 Prozent angestiegen.

Derzeit notiere die Aktie mit einem KGV von 19,70 um die EUR 71,10 und weise eine Marktkapitalisierung von rund EUR 5 Milliarden auf (Stand: 03.08.2017). Zwölf Bloomberg-Analysten würden die Aktie auf "buy", 19 auf "hold" setzen und vier würden zu "sell" raten. Sie würden das durchschnittliche Kursziel mit EUR 69,23 knapp unter den aktuellen Preis setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 10,50% Aktienanleihe auf HUGO BOSS. Der Basispreis betrage 70,00 Euro, die maximale Rendite 7,09% und der aktuelle Briefkurs 102,06%. (Stand: 04.08.2017)

Interessant sei auch die Aktienanleihe auf die HUGO BOSS-Aktie, die mit einem Kupon in Höhe von 13,50% ausgestattet worden sei. Der Basispreis liege bei 75,00 Euro. Die maximale Rendite belaufe sich auf 10,44% und der aktuelle Briefkurs auf 101,30%. Die Laufzeit ende jeweils am 15.06.2018. (Stand: 04.08.2017)

Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handle. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen würden, würden diese die spätere Nettorendite reduzieren. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen würden, hänge u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 04.08.2017) (07.08.2017/alc/a/a)
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