Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf Fresenius - Steht ein Ausbruch nach oben bevor? Anleihenanalyse


12.10.17 08:30
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Fresenius eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie Deutschlands habe ihre zuletzt angehobene Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der Branchenverband VCI habe seine Prognose in diesem Jahr bereits zweimal angehoben.

Der Branchenverband der Chemie- und Pharmaindustrie VCI gehe in seinem Quartalsbericht 2/2017 davon aus, dass sich der Aufschwung und die gute Geschäftslage weiter fortsetzen könnte. Im zweiten Quartal habe ein steigender Umsatz verzeichnet werden können.

VCI-Präsident Kurt Bock habe zur konjunkturellen Lage der chemisch-pharmazeutischen Industrie gesagt: "Die Chancen stehen gut, dass die deutschen Chemie-und Pharmaunternehmen auch in der zweiten Jahreshälfte gute Geschäfte machen. In Europa hellt sich die Lage weiter auf. Die Industrie befindet sich im Aufschwung, dadurch steigt die Nachfrage nach Chemikalien. Auch in Deutschland geht es weiter aufwärts."

Im laufenden Jahr habe die Aktie von Fresenius zu den schwankungsreicheren Aktien im DAX gehört. Sein Allzeittief von April 2009 mit 9,08 Euro liege aber in weiter Ferne. Die US-Investmentbank Goldman Sachs habe ein Kursziel von 78,00 Euro vorgegeben, Morgan Stanley ein Kursziel von 83 Euro. Der Morgan Stanley-Analyst, Michael Jüngling, schreibe in einer Studie (10.10.2017), dass ein Wachstum im US-Geschäft der Fresenius-Tochter Kabi womöglich zu erwarten sei. Analysten des Finanzportals GodmodeTrader scheinen nun ebenfallseine Bodenbildung ausgemacht zu haben und weisen darauf hin, dass die Fresenius-Aktie zuletzt einen Doppelboden ausgebildet habe (05.10.2017), so die Analysten der Bank Vontobel Europe AG. Zudem sei das konjunkturelle Umfeld sehr positiv und weise auf eine weiterhin steigende Nachfrage hin. Nichtsdestotrotz bleibe der weitere Verlauf abzuwarten.

Die Fresenius SE sei ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten. Zum Fresenius-Konzern mit Sitz in Bad Homburg (Hessen) würden vier Unternehmensbereiche gehören, die weltweit eigenverantwortlich wirtschaften und handeln würden: Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed.

Nach Konzernangaben habe Fresenius im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von 16,89 Milliarden Euro erzielt, was einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 entspreche. Das Ergebnis pro Aktie sei um 22 Prozent auf 1,65 Euro gestiegen. Das EBIT sei von 1,99 Milliarden Euro bzw. 20 Prozent auf über 2,39 Milliarden Euro gestiegen. Aktuell notiere die Fresenius-Aktie bei 69,38 Euro (10.10.2017). Das aktuelle Jahreshoch liege bei 80,05 Euro (20.06.2017). Bei Bloomberg würden 19 Analysten die Aktie auf "kaufen", sieben auf "halten" und kein auf "verkaufen" setzen. Fresenius habe gegenwärtig eine Marktkapitalisierung von 38,49 Milliarden Euro und ein KGV von 21,82.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 4,50% Protect Aktienanleihe auf Fresenius. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 85,00% und der aktuelle Briefkurs 100,00%. Die Laufzeit ende am 19.10.2018. (Stand: 10.10.2017)

Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handle. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen würden, würden diese die spätere Nettorendite reduzieren. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen würden, hänge u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 10.10.2017) (12.10.2017/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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