Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf Commerzbank - Der Bund könnte seine Anteile verkaufen - Anleihenanalyse


05.10.17 09:27
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie der Commerzbank eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Der Bund könnte seine Anteile an der Commerzbank veräußern, Interessenten sollten vor allem aus dem Ausland kommen. Innerhalb eines Jahres habe sich der Kurs der Commerzbank-Aktie nahezu verdoppelt.

Nach Informationen des "Handelsblatts" solle die Bundesregierung Interesse an einem Verkauf ihrer Commerzbank-Anteile haben. Seit der Finanzkrise besitze der Bund 15,6 Prozent der Aktien der zweitgrößten deutschen Bank.

Die Restrukturierung unter CEO Martin Zielke könnte man bisher durchaus als erfolgreich bezeichnen, infolgedessen Gerüchte über eine Trennung der Anteile zu vernehmen gewesen seien. Laut Medienberichten sollten unter anderem die französische Großbank BNP Paribas sowie die HypoVereinsbank-Muttergesellschaft UniCredit aus Italien Interesse bekundet haben.

Bereits im Juli sei der US-Investor Cerberus bei der Commerzbank eingestiegen. Der aktivistische Investor habe Aktien mit einem Stimmrechtsanteil von 5,01 Prozent und mit knapp einem Wert von 700 Millionen Euro gekauft.

Die Überlegungen eines Verkaufs des Aktienpakets befänden sich aber noch in einer sehr frühen Phase. So solle eine Investmentbank unverbindlich prüfen, ob es Abnehmer für die Anteile gebe. Erste Gespräche mit der Führung der Commerzbank sollten aber erst im November erfolgen. Druck zu Verkaufen gebe es nach Expertenmeinungen nicht, da sich der Bund mit seinem Kauf immer noch im Minus befinde. 2008 habe der Bund 25 Prozent plus eine Aktie der Commerzbank mit einem Gesamtvolumen von 16 Milliarden Euro übernommen.

Das "Handelsblatt" zitiere einen Sprecher des Finanzministerium, der darauf hinweise, "dass der Bund seine Beteiligung nicht für ewig halten wird und für den Steuerzahler ein gutes geschäftliches Ergebnis erzielen will".

Die Commerzbank habe im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von 9,82 Milliarden Euro erzielt, was einem Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 entspreche. Das Ergebnis pro Aktie habe bei 0,71 Euro gelegen. Aktuell notiere die Commerzbank-Aktie bei 11,30 Euro (04.10.2017). Das aktuelle Jahreshoch liege bei 11,72 Euro (07.08.2017). Bei Bloomberg würden sechs Analysten die Aktie auf "kaufen", 14 auf "halten" und fünf auf "verkaufen" setzen. Die Commerzbank habe gegenwärtig eine Marktkapitalisierung von 14,12 Milliarden Euro.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 7,50% Protect Aktienanleihe auf die Commerzbank-Aktie. Der Basispreis betrage 11,67 Euro, die maximale Rendite 10,31% und der aktuelle Briefkurs 97,22%. Die Barriere werde bei 9,336 Euro gesehen. Die Laufzeit ende am 17.08.2018. (Stand: 05.10.2017)

Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handle. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen würden, würden diese die spätere Nettorendite reduzieren. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen würden, hänge u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (05.10.2017/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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